23 February 2026, 19:31

ZVEI fordert Tempo: Wie Steuerungssysteme und Digitaler Produktpass das Stromnetz revolutionieren sollen

Ein blaues Solarpaneel mit der weißen Schrift "Clean Energy Gov" in der Mitte, angeordnet in einem Gittermuster.

ZVEI fordert Tempo: Wie Steuerungssysteme und Digitaler Produktpass das Stromnetz revolutionieren sollen

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zwei zentrale Handlungsfelder identifiziert, um das deutsche Stromnetz zu verbessern: die beschleunigte Einführung von Steuerungssystemen und die Umsetzung des Digitalen Produktpasses 4.0 (DPP4.0). Beide Maßnahmen gelten als entscheidend für ein effizienteres und flexibleres Stromnetz. Zwar gibt es Fortschritte, doch hemmen weiterhin erhebliche Hindernisse die vollständige Umsetzung.

Seit 2020 hat der Ausbau von Steuerungssystemen in Mittelspannungsnetzen an Fahrt aufgenommen. Treiber sind die voranschreitende Digitalisierung und der wachsende Bedarf an Netzsicherheit. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen: hohe Infrastrukturkosten, Fachkräftemangel, veraltete Netzinfrastrukturen, komplexe regulatorische Vorgaben sowie fehlende einheitliche Lösungen zwischen den Netzbetreibern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ab 2026 soll die Dynamik deutlich zunehmen, mit dem Ziel, die gesetzten Meilensteine bis 2027 zu erreichen. Parallel zielt die DPP4.0-Initiative darauf ab, ein verlässliches Datenrahmenwerk zu schaffen, das den gesamten Lebenszyklus eines Produkts abdeckt. Dies würde die Transparenz und Qualität im Netzbetrieb deutlich steigern.

Damit der DPP4.0 erfolgreich wird, müssen Hersteller und Anwender vollen Einsatz zeigen. Notwendig ist die Entwicklung eines unabhängigen Datenökosystems, das als zentrale Datenquelle in einem sicheren, interoperablen digitalen Raum dient. Die Technologie für ein leistungsfähiges Netz existiert bereits – entscheidend sind nun Tempo, Standardisierung und konsequente Umsetzung.

Einzelne Pilotprojekte reichen nicht mehr aus. Für ein resilienteres Energiesystem sind flächendeckende Einführung, klare Schnittstellen und robuste regulatorische Rahmenbedingungen erforderlich. Auch die Schließung von Integrationslücken und die Skalierung erfolgreicher Pilotvorhaben werden eine Schlüsselrolle spielen, um die Netflexibilität zu erhöhen.

Der Weg zu einem effizienteren Stromnetz hängt maßgeblich von der beschleunigten Einführung von Steuerungssystemen und dem DPP4.0-Rahmenwerk ab. Wie schnell diese Veränderungen wirken, wird davon abhängen, ob es gelingt, die Hürden bei Kosten, Fachkräften und Regulierung zu überwinden. Das Ziel: ein transparenteres, flexibleres und zuverlässigeres Energienetz bis 2027.