03 April 2026, 00:45

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" setzt starkes Zeichen für Frauen

Eine Gruppe von Frauen in pinken und weißen Outfits, die auf der Straße tanzen, umgeben von einer Menge Menschen, die stehen und zusehen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wuppertal tanzt gegen Gewalt: "One Billion Rising" setzt starkes Zeichen für Frauen

Wuppertal schließt sich der weltweiten "One Billion Rising"-Kampagne gegen Gewalt an Frauen an

Mit einer Flashmob-Aktion auf dem Johannes-Rau-Platz hat Wuppertal ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt – ein Problem, das auch vor der eigenen Haustür tausende betrifft. Allein im Jahr 2025 wurden fast 1.000 Fälle häuslicher Gewalt gemeldet. Die Organisatorinnen betonen, dass der Protest längst überfällig war.

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Die Veranstaltung fand einen Tag vor Valentinstag statt, um gezielt Schulen zur Teilnahme zu motivieren. Hunderte versammelten sich, schwenkten rote Tücher und tanzten zum Rhythmus des Sprechchors "Tanz, um den Schmerz zu stoppen" – ein symbolischer Akt des Widerstands. Das Wuppertaler Frauenhaus, das seit Jahren permanent ausgelastet ist, unterstützte die Demonstration.

In den kommenden Tagen folgen weitere Proteste in der Region: Am 14. Februar sind unter anderem Solingen, Sprockhövel und Wülfrath mit eigenen Aktionen dabei. Damit reiht sich die Bergische Region in die lange Liste deutscher Städte ein, die seit 2012 jährlich an "One Billion Rising" teilnehmen – darunter regelmäßig auch Berlin, Rostock und Magdeburg. Zwar schwanken die Teilnehmerzahlen von Ort zu Ort, doch die Bewegung bleibt präsent.

Die aktuellen Zahlen aus Wuppertal bestätigen ein erschreckendes Muster: Frauen sind nach wie vor die Hauptbetroffenen häuslicher Gewalt. Die Fallzahlen von 2025 unterstreichen die Dringlichkeit der Kampagne.

Der Flashmob stand für lokale und globale Solidarität im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Angesichts überlasteter Frauenhäuser hoffen die Initiatorinnen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit den Druck auf Politik und Gesellschaft erhöht, um bessere Schutzstrukturen zu schaffen. Mit weiteren Protesten in der gesamten Region bleibt das Thema diese Woche im Fokus.

AKTUALISIERUNG

Pre-Event Momentum: Dance Workshops and Postcard Campaigns Fuel Wuppertal's Flashmob

Wuppertal boosted participation in its One Billion Rising event through extensive pre-campaign efforts. The city organised free dance workshops at Tanzschule Urban Art Complex on 9 and 12 February to teach the 'Break the Chain' choreography. A citywide postcard campaign featuring slogans like 'walk, dance, rise!' was distributed in cafes, shops, and public buildings. Additionally, the flashmob expanded to Rathausplatz in Barmen, alongside the main Johannes-Rau-Platz venue, to maximise reach.