18 March 2026, 00:41

Wie "Aura-Kuscheln" einen Frauenchor zur Erfolgsgeschichte machte

Drei Frauen singen in Mikrofone auf der Bühne mit Musikern, die hinter ihnen spielen.

Wie "Aura-Kuscheln" einen Frauenchor zur Erfolgsgeschichte machte

Deutschlands größte Frauenchor-Gemeinschaft hat ein ungewöhnliches Erfolgsgeheimnis

Vor jedem Auftritt nehmen die 180 Sängerinnen an einem Ritual teil, das sie "Aura-Kuscheln" nennen – eine stille, herzliche Praxis des Lächelns, Umarmens und Verbundenseins. Diese einfache, doch kraftvolle Tradition hat die Gruppe von einer Handvoll Stimmen zu einem gefeierten Ensemble unter der Leitung von Andrea Kautny wachsen lassen.

Die deutsche Sängerin-Gemeinschaft wurde vor fast 20 Jahren mit nur 20 Sängerinnen gegründet. Unter Kautnys Führung stieg die Mitgliederzahl stetig um 10–15 Prozent pro Jahr und zählt heute über 100 Stimmen. Die Nachwuchsgewinnung läuft über soziale Medien und lokale Veranstaltungen, während die inklusive Atmosphäre des Chors für eine hohe Bindung sorgt.

Doch ihr Erfolg zeigt sich nicht nur in Zahlen. Das vielseitige Repertoire – von Rock und Pop bis zu emotionalen Musikstücken – verleiht ihren Auftritten Tiefe. Das Publikum belohnt sie mit stehenden Ovationen, begeistert von der Fähigkeit der Sängerinnen, durch Klang eine Reise zu schaffen.

Vor jedem Auftritt versammeln sich die Frauen zum "Aura-Kuscheln". Bei diesem stillen Ritual bewegen sie sich frei, tauschen warme Blicke und sanfte Umarmungen aus – und stärken so ihr Gefühl der Verbundenheit. Kautny ist überzeugt, dass diese Verbindung der Schlüssel zu ihrer Wirkung ist. Sie träumt sogar davon, den Chor eines Tages auf 500 Stimmen anwachsen zu lassen – vorausgesetzt, es gäbe passende Veranstaltungsorte.

2026 wird die Gruppe auf Tour gehen und in Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach und ihrer Heimatstadt Willich auftreten.

Mit ihrer Mischung aus emotionalen Auftritten und einzigartigen Ritualen hat sich der Chor einen Namen gemacht. Ausverkaufte Konzerte und wachsende Nachfrage beweisen: Verbindung – auf und hinter der Bühne – kann aus einer kleinen Gruppe ein landesweites Phänomen machen. Künftige Tourneen werden ihren mitreißenden Klang noch mehr Menschen näherbringen.

AKTUALISIERUNG

Frauenpower's Kölner Debüt: Publikum jubelt und technische Kritik

Das Kölner Konzert von Frauenpower am 27. Februar 2026 begeisterte das Publikum, wurde aber auch wegen technischer Probleme kritisiert. Zuhörer lobten den 'unglaublichen Klang' des Chors und die 'Liebe zur Musik' von Dirigentin Andrea Kautny. Ein Besucher described es als 'unbeschreiblich schön', ein anderer als 'unfassbare Freude'. Einige kritisierten jedoch die Tonqualität wegen Rückkopplungsproblemen und fanden den Eintrittspreis von 20€ für die technische Qualität 'unangemessen'.