09 March 2026, 06:48

"Westerwelle"-Doku zeigt unbekannte Seiten des verstorbenen FDP-Politikers

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa und Textinformationen zur Partei.

"Westerwelle" - Ein Film gegen das Vergessen - "Westerwelle"-Doku zeigt unbekannte Seiten des verstorbenen FDP-Politikers

Zehn Jahre sind vergangen, seit Guido Westerwelle, Deutschlands ehemaliger Außenminister, an Krebs starb. Nun wird zum Jahrestag seines Todes der neue Dokumentarfilm "Westerwelle" auf ARD ausgestrahlt. Der Film bietet einen persönlichen Einblick in sein Leben und seine politische Karriere – durch Interviews und seltene Aufnahmen.

Die Dokumentation enthält Gespräche zwischen Westerwelle und dem Journalisten Dominik Wichmann, die 2014 aufgezeichnet, aber nie zuvor veröffentlicht wurden. Diese privaten Dialoge geben Aufschluss über seine Gedanken in seinen letzten Lebensjahren. Auch sein Ehemann, Michael Mronz, teilt Erinnerungen an ihr gemeinsames Leben, darunter Westerwelles letzte Monate.

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Interviews mit früheren FDP-Vorsitzenden und Ministern, die mit Westerwelle zusammengearbeitet haben, verleihen dem Film Tiefe. Manche Szenen wirken vertraut, da Teile seiner Laufbahn bereits in TV-Archiven gut dokumentiert sind. Der Dokumentarfilm geht jedoch weder auf seine außenpolitischen Erfolge ein noch auf den aktuellen Zustand der FDP.

Westerwelles Partei, die FDP, ist seit 2013 nicht mehr im Bundestag vertreten, nachdem sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Der Film konzentriert sich stattdessen auf sein persönliches und politisches Erbe und verzichtet auf eine umfassendere politische Analyse oder Statements konkurrierender Parteien.

Die Dokumentation ist eine Hommage, gefüllt mit Bildern und Stimmen aus einer Zeit, bevor sich die heutige politische Landschaft formte. Sie bewertet weder seine Politik noch die späteren Kämpfe der FDP, sondern bewahrt Erinnerungen an eine Persönlichkeit, die einst die deutsche Politik prägte. Der Film wird als Reflexion über Westerwelles Einfluss ausgestrahlt – zehn Jahre nach seinem Tod.

Quelle