04 March 2026, 20:03

Vom Profi-Trainer zum Außenseiter: André Fuhrs Fall und die Folgen

Zwei Männer in Sportuniformen spielen vor einer sitzenden Menge Handball, mit einer Wand im Hintergrund.

Vom Profi-Trainer zum Außenseiter: André Fuhrs Fall und die Folgen

André Fuhr, ehemaliger Trainer der Handballmannschaft von Borussia Dortmund, sah sich 2018 schweren Vorwürfen wegen Fehlverhaltens ausgesetzt. Die Anschuldigungen – darunter psychologische Quälereien und Machtmissbrauch – führten zu einem langwierigen Streit mit dem Deutschen Handballbund (DHB). Obwohl der Fall später außergerichtlich geregelt wurde, erholte sich Fuhrs Karriere im Profi-Handball nie vollständig.

Der Skandal nahm 2018 seinen Lauf, als zwei ehemalige Nationalspielerinnen, Mia Zschocke und Amelie Berger, Fuhr öffentlich schwerwiegendes psychisches Mobbing, Machtmissbrauch und sexuelle Belästigung vorwarfen. Die Vorwürfe hatten unmittelbare Konsequenzen: Fuhr trat als Trainer bei Borussia Dortmund zurück und wurde von seinem Posten als Junioren-Nationaltrainer entbunden.

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2021 einigte sich der DHB mit Fuhr in einem Mediationsverfahren, woraufhin das juristische Verfahren eingestellt wurde. Trotz dieser Einigung gelang es Fuhr nicht, seinen beruflichen Ruf wiederherzustellen. 2022 verließ er Borussia Dortmund und übernahm unterklassige Mannschaften, darunter den TV Aldenburg (2022–2023) und die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz (2023). Keine der Stationen endete mit einem Aufstieg, und 2024 wechselte er zu TuS Vinnhorst in die Oberliga, wo seine Mannschaft aktuell die Tabelle anführt.

Fuhr äußerte wiederholt seine Empörung über die Behandlung, die er erfuhr, und verglich sie mit der eines Gewaltverbrechers. Er betont, dass die Vorwürfe, so belastend sie auch waren, nie zu einer strafrechtlichen Verurteilung führten. Jahre später findet er nach wie vor keinen Weg zurück in den Spitzen-Handball, sodass seine Zukunft im Sport ungewiss bleibt.

Die außergerichtliche Einigung beendete zwar den Rechtsstreit, doch Fuhrs Karriere nahm eine dauerhafte Wende. Einst ein angesehener Trainer im Profibereich, wirkt er heute in Amateurligen. Die langfristigen Folgen des Skandals prägen weiterhin seine Chancen – ein Comeback in der Elite des Handballs scheint in weiter Ferne.