VAR-Chaos in Münster: Fans stoppen Spiel zwischen Preußen und Hertha BSC
Lukas AlbrechtVAR-Chaos in Münster: Fans stoppen Spiel zwischen Preußen und Hertha BSC
Zweitligapartie zwischen Preußen Münster und Hertha BSC nach VAR-Störung unterbrochen
Am 8. März 2026 kam es in einem Spiel der 2. Bundesliga zwischen Preußen Münster und Hertha BSC zu einer Unterbrechung, als zwei vermummte Fans den bildschirmnahen VAR-Monitor am Spielfeldrand abstellten. Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Halbzeit im Preußenstadion und zwang den Schiedsrichter, für eine entscheidende Spielszene auf die Fernunterstützung der Videoschiedsrichter auszuweichen.
Gegen Ende der ersten Halbzeit inszenierten Anhänger von Preußen Münster eine Protestaktion gegen den Videobeweis. Im Stadion wurde ein Transparent mit der Aufschrift "VAR abstellen" entrollt. Kurze Zeit später drangen zwei maskierte Personen in den technischen Bereich ein und zogen den Stecker des Monitors, der für die Videoüberprüfungen genutzt wird.
Schiedsrichter Felix Bickel konnte eine mögliche Strafraumszene nicht vor Ort überprüfen. Stattdessen musste er sich per Funk mit dem VAR-Team in Köln beraten. Nach Abwägung aller Umstände wurde Hertha BSC ein Elfmeter zugesprochen.
SC Preußen Münster verurteilte die Störung umgehend auf das Schärfste. Der Verein kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln und disziplinarische Maßnahmen einzuleiten. Zudem wurden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um ähnliche Vorfälle in zukünftigen Spielen zu verhindern.
Nach der Wiederherstellung des VAR-Systems per Fernzugriff konnte die Partie fortgesetzt werden. Preußen Münster hat inzwischen die Schutzprotokolle für technische Geräte verschärft. Die Ermittlungen gegen die Beteiligten laufen weiterhin.






