15 February 2026, 13:21

US-Forscher fliehen nach Deutschland – Stipendienboom trotz politischer Spannungen

Ein Plakat mit der Überschrift "Präsident Bidens Chips und Wissenschaftsgesetz bringt die Chipproduktion zurück nach Amerika" mit Bildern von Gebäuden, Autos und Bäumen.

US-Forscher fliehen nach Deutschland – Stipendienboom trotz politischer Spannungen

US-Forscher blicken zunehmend nach Europa – deutsche Stipendien boomen

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Nach Jahren der Kürzungen bei Forschungsgeldern in den USA richten amerikanische Wissenschaftler ihren Blick vermehrt auf Europa. Dieser Trend hat sich seit der Amtszeit von Donald Trump verstärkt, wobei viele Akademiker nun gezielt Deutschland ansteuern. Gleichzeitig lässt das Interesse deutscher Studierender an einem Studium in den USA nach, während die Bewerbungen für deutsche Stipendien stark zugenommen haben.

Die rückläufige Forschungsförderung in den USA – besonders in der Klimawissenschaft – treibt immer mehr amerikanische Forscher nach Europa. Deutsche Einrichtungen wie die Alexander-von-Humboldt-Stiftung und die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnen einen deutlichen Anstieg an Anfragen von US-Wissenschaftlern. Gleichzeitig ist die Drittmittel-Finanzierung für Spitzenuniversitäten in den USA gesunken, was europäische Alternativen attraktiver macht.

Auf einer anderen Ebene stellt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) seine Aktivitäten in Russland ein. Das russische Justizministerium hatte die Organisation als "unerwünscht" eingestuft, woraufhin das Moskauer Büro sowie das Deutsche Haus für Forschung und Innovation schließen mussten. Russischen Bürgern, die mit dem DAAD kooperieren, drohen nun strafrechtliche Konsequenzen.

Das Interesse deutscher Studierender an US-Studienprogrammen ist um etwa zehn Prozent gesunken. Demgegenüber haben sich die Bewerbungen für DAAD-Masterstipendien in Deutschland mehr als verdoppelt – ein klarer Indikator für die verschobene akademische Mobilität.

Die Entwicklungen spiegeln eine grundlegendere Neuausrichtung in Forschung und Bildung wider: Während US-Kürzungen Wissenschaftler nach Europa treiben, belasten politische Spannungen die deutsch-russischen akademischen Beziehungen. Deutsche Institutionen passen sich an, da die Nachfrage nach inländischen Stipendien steigt und das Interesse an einem US-Studium nachlässt.