Transferstreit um Inacio: Dortmund und Atalanta liefern sich erbitterten Machtkampf vor Champions-League-Duell
Henry KochTransferstreit um Inacio: Dortmund und Atalanta liefern sich erbitterten Machtkampf vor Champions-League-Duell
Die Stimmung zwischen Borussia Dortmund und Atalanta Bergamo hat sich nach einem erbitterten Transferstreit zugespitzt. Im Mittelpunkt des Konflikts steht der 16-jährige Stürmer Samuele Inacio, wobei Atalanta Dortmund vorwirft, gegen FIFA-Regeln verstoßen zu haben. Die Auseinandersetzung überschattete sogar ihr Champions League Playoff-Duell am Mittwoch.
Der Streit begann, als Atalantas Präsident Antonio Percassi Dortmund vorwarf, durch die Verpflichtung Inacios außerhalb des Transferfensters respektlos gehandelt zu haben. Er beschuldigte den deutschen Klub, gegen die Jugendtransferbestimmungen der FIFA verstoßen zu haben. Aus Protest boykottierte Atalanta das traditionelle Vormittagsessen vor dem Spiel mit den Dortmund-Verantwortlichen – eine seltene Brüskierung im Fußball.
Auf dem Platz sicherte sich Dortmund mit einem 2:0-Sieg im Hinspiel des Champions League Playoffs die bessere Ausgangsposition. Abseits des Rasens eskalierte der Streit jedoch weiter, als Inacio in den Spieltagskader der Dortmunder berufen wurde – und damit gegen seinen ehemaligen Verein antreten musste. Während sich die deutsche Seite öffentlich bedeckt hält, traf Sportdirektor Lars Ricken mit Atalantas CEO Luca Percassi zusammen, um die Vorwürfe zu klären. Details zu Dortmunds Erklärung wurden nicht bekannt.
Der Konflikt bleibt ungelöst, wobei Atalanta an seiner Haltung zur Rechtmäßigkeit des Transfers festhält. Dortmunds Sieg im Playoff erhöht den Druck vor dem Rückspiel. Beide Vereine stehen nun vor weiteren Gesprächen, doch eine offizielle Einigung steht noch aus.






