28 March 2026, 18:32

Tiger in Pattaya: Sanftmütig durch Grausamkeit – die dunkle Wahrheit hinter den Selfies

Ein altes Buch mit einer realistischen Illustration eines Tigers auf dem Cover, das eine fette Schrift und einen hellblauen Hintergrund aufweist.

Tiger in Pattaya: Sanftmütig durch Grausamkeit – die dunkle Wahrheit hinter den Selfies

Ein tiefes, dröhnendes Brüllen hallt durch die schwüle Luft des Tiger Parks in Pattaya. Doch trotz ihres furchteinflößenden Rufs wirken die Tiger hier ungewöhnlich ruhig – sie lassen sogar Fremde sich berühren. Hinter diesem sanftmütigen Verhalten verbirgt sich jedoch eine düstere Realität aus Ausbeutung und Grausamkeit.

Immer mehr Touristen, vor allem aus Europa, meiden Attraktionen wie Elefantenritte oder Tiger-Selfies. Das wachsende Bewusstsein für Tierschutz führt dazu, dass viele die Ethik solcher Erlebnisse hinterfragen. Gleichzeitig werfen Tierrechtsorganisationen den Parkbetreibern vor, Profit über Artenschutz zu stellen – ohne echte Anstrengungen, die Tiere in freier Wildbahn zu schützen.

Das unnatürliche Verhalten der Tiger ist das Ergebnis brutaler Dressur. Schon als Jungtiere werden sie mit Metallstangen geschlagen, um ihren Willen zu brechen und Gehorsam zu erzwingen. Einmal gebrochen, dienen sie als passive Requisiten für Fotos, ihre wilden Instinkte unterdrückt.

Um die Attraktionen attraktiv zu halten, werden ständig neue Jungtiere gezüchtet – ein stetiger Nachschub an Tieren ist so gesichert. Doch das Schicksal vieler älterer Tiger bleibt ungewiss. Manche dürften im illegalen Handel landen, wo ihre Körperteile auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen.

Thailands Population wild lebender Tiger zeigt zwar erste Erholungszeichen – etwa 200 Tiere sollen in geschützten Gebieten leben. Strenge Gesetze zum Schutz der Art existieren, doch lasche Kontrollen und Korruption untergraben sie oft.

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Der Kontrast zwischen den sich erholenden Wildtigern Thailands und den ausgebeuteten Gefangenen in den Touristenparks könnte größer nicht sein. Während Artenschutzprojekte Fortschritte machen, hält der Kreislauf aus Zucht, Misshandlung und illegalem Handel an. Ohne strengere Durchsetzung der Gesetze bleibt die Zukunft vieler dieser Tiere düster.

Quelle