17 February 2026, 17:16

Spendenflut für Leipziger Hotelmitarbeiter nach falscher Antisemitismus-Beschuldigung durch Gil Ofarim

Ein hellgelbes Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die den Text 'Arbeitgeber spart auf Kosten der Gesellschaft' umgibt, umgeben von einem weißen Rand, zeigt eine Gruppe verschiedener, lächelnder Menschen, die den Betrachter anschauen.

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Spendenflut für Leipziger Hotelmitarbeiter nach falscher Antisemitismus-Beschuldigung durch Gil Ofarim

Eine Social-Media-Kampagne hat Tausende Euro für Markus W. gesammelt, den Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt worden war. Die Spendenaktion, initiiert vom YouTuber Sanijel Jakimovski, gewann an Fahrt, nachdem Ofarims jüngster Sieg in einer deutschen Reality-Show die öffentliche Empörung über den Fall neu entfacht hatte.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim Markus W. vorwarf, bei einem Hotel-Check-in antisemitische Bemerkungen gemacht zu haben. Die Behauptung erwies sich später vor Gericht als falsch – im November 2023 gab Ofarim zu, die Geschichte erfunden zu haben. Das Verfahren wurde nach Zahlung einer Geldstrafe eingestellt, doch schuldet er Markus W. noch immer 20.000 Euro aus einem außergerichtlichen Vergleich.

Die öffentliche Solidarität mit Markus W. wuchs Anfang 2024 erneut, als Ofarim bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! 100.000 Euro gewann und damit insgesamt 400.000 Euro aus der Show mitnahm. Daraufhin startete Jakimovski eine emotionale TikTok-Kampagne, in der er die Menschen aufforderte, Markus W. als Akt der Gerechtigkeit zu spenden.

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Markus W. hat nun dargelegt, wie er die gespendeten Gelder verwenden wird: Ein Teil fließt an HateAid, eine deutsche Organisation, die Opfern von Hass im Netz hilft. Ein weiterer Betrag geht an die Leipziger Initiative Minilöwen, die Frühchen, kranke Neugeborene und ihre Familien unterstützt. Den Rest möchte er nutzen, um Zeit mit seiner eigenen Familie zu verbringen – ein Anliegen, das er offen geteilt hat.

Die Kampagne zeigt die anhaltende öffentliche Unterstützung für Markus W. nach Jahren voller juristischer und persönlicher Kämpfe. Während Ofarim seine finanzielle Verpflichtung noch nicht erfüllt hat, kommen die Spenden direkt wohltätigen Zwecken und der Familienzeit zugute. Markus W. legt Wert auf Transparenz bei der Verwendung der Mittel.