19 April 2026, 02:30

Spektakuläre Sprengung: 116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven fällt

Kohlekraftwerk mit hohem Schornstein in einer städtischen Umgebung, umgeben von Gebäuden, Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem bewölkten Himmel.

Spektakuläre Sprengung: 116 Meter hoher Kühlturm in Gelsenkirchen-Scholven fällt

Am 6. September 2025 wurde ein 116 Meter hoher Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven gesprengt. Der Energiekonzern Uniper setzte dabei 60 Kilogramm Sprengstoff ein, um das Bauwerk im Rahmen der laufenden Umgestaltung des Geländes kontrolliert einzustürzen. Das Unternehmen plant, die alten Kohleanlagen durch ein neues, wasserstofftaugliches Gaskraftwerk zu ersetzen.

Die Abrissarbeiten auf dem Gelände in Gelsenkirchen-Scholven hatten bereits im April 2024 mit dem Rückbau des Kohleblocks begonnen. Die Sprengung des Turms am 6. September 2025 markierte einen weiteren wichtigen Meilenstein. Anwohner mussten ihre Häuser nicht verlassen, doch wurde eine 300 Meter große Sicherheitszone eingerichtet und benachbarte Straßen vorübergehend gesperrt.

Uniper wird 11.000 Tonnen Betonschutt aus dem Abriss recyceln und das Material vor Ort wiederverwenden. Für 2025 und 2026 sind weitere Sprengungen geplant, darunter die des Kesselhauses F und der REA-Anlage. Dr. Martin Hein, bei Uniper für die Abrissarbeiten verantwortlich, bestätigte diese Vorhaben.

Auf dem freigeräumten Gelände entsteht ein neues, H₂-ready-Gaskraftwerk. Uniper will den Standort modernisieren und von Kohle auf nachhaltigere Energielösungen umstellen. Die Sprengung des Kühlturms ist Teil einer umfassenden Neugestaltung in Gelsenkirchen-Scholven. Der Konzern wird weiterhin alte Anlagen zurückbauen und gleichzeitig den Bau des neuen Gaskraftwerks vorbereiten. Das Projekt unterstreicht den Wandel des Unternehmens hin zu einer wasserstoffkompatiblen Energieinfrastruktur.

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