05 March 2026, 20:27

Solinger Bürger kämpfen gegen Gewerbegebiet auf grünem Feld

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren und Plakate halten, mit Gebäuden, Bäumen und Laternen im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Solinger Bürger kämpfen gegen Gewerbegebiet auf grünem Feld

Bürger in Solingen-Stöcken wehren sich gegen Pläne zur Umwandlung eines 10 Hektar großen Feldes in ein Gewerbegebiet

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Der Stadtrat von Solingen steht vor einer Abstimmung über eine Kursänderung, die eine industrielle Neunutzung des Geländes in der Nähe eines ehemaligen Sportplatzes ermöglichen würde. Die Pläne stoßen auf wachsenden Widerstand: Innerhalb von nur sechs Tagen unterzeichneten fast 1.900 Menschen eine Petition gegen das Vorhaben.

Im Mittelpunkt des Streits steht ein Areal, von dem etwa 4,5 Hektar künftig als Gewerbefläche ausgewiesen werden könnten. Bündnis 90/Die Grünen starteten eine Online-Kampagne unter dem Motto "Stoppt die Versiegelung von Solingens Böden", um die Ausweitung zu verhindern. Die Petition findet bereits breiten Rückhalt bei Anwohnern, die um den Verlust von Grünflächen fürchten.

Die Initiative zur Umnutzung geht von der SPD aus, die das Vorhaben nun im Rahmen ihres "Masterplans Arbeit und Wirtschaft" unterstützt. Mit dieser Strategie will die Partei neue Unternehmen anziehen und bestehenden Betrieben Wachstumschancen bieten, indem sie zusätzliche Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung freigibt. Der Positionswechsel der SPD hat jedoch bei vielen Bürgern Frust ausgelöst, die eine weitere Zersiedelung der Landschaft befürchten.

In Kürze wird der Solinger Stadtrat über die Umwidmung des Geländes entscheiden. Bei einer Zustimmung wäre der Weg für gewerbliche Bebauung auf bisher vor Entwicklung geschützten Flächen frei.

Die Abstimmung wird zeigen, ob das Feld in ein Gewerbegebiet umgewandelt oder in seinem ursprünglichen Zustand belassen wird. Mit fast 1.900 Unterschriften in weniger als einer Woche macht die Petition deutlich, wie vehement sich Teile der Bevölkerung gegen die Pläne stellen. Das Ergebnis wird zudem richtungsweisend für die künftige Entwicklungspolitik in Solingen sein.

Quelle