27 June 2026, 18:25

Solingen gedenkt der Holocaust-Opfer mit Film über Fritz Bauers juristisches Erbe

30. Januar 2023: Film und Diskussion am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Solingen gedenkt der Holocaust-Opfer mit Film über Fritz Bauers juristisches Erbe

Deutschland gedenkt am 27. Januar jedes Jahres der Opfer des Holocaust. In diesem Jahr stehen die Veranstaltungen in Solingen im Zeichen der Erinnerung an die Opfer und der fortwährenden Suche nach Gerechtigkeit. Am 30. Januar 2023 findet im Kulturzentrum Cobra eine besondere Dokumentation mit anschließender Diskussion statt.

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Der Film „Fritz Bauers Vermächtnis: Gerechtigkeit verjährt nicht“ beleuchtet den juristischen Kampf gegen die Verantwortlichen für die systematischen Morde in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Im Mittelpunkt steht, wie Bauer, damals Generalstaatsanwalt in Frankfurt, 1963 juristisches Neuland betrat: Er klagte erstmals nicht nur Täter, sondern auch Verwaltungs- und Institutionenvertreter als Gehilfen des Mordes vor deutschen Gerichten an. Der Film zeigt zudem, wie seine Methoden bis heute die moderne deutsche Rechtsprechung prägen – etwa in jüngsten Prozessen.

Die Vorführung beginnt am Montag, dem 30. Januar, um 19:00 Uhr. Im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion, die sich mit der juristischen Aufarbeitung von Verbrechen in Solingen selbst befasst. Die Veranstaltung wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Nach der Premiere in Solingen wird der Dokumentarfilm im Februar in einer begrenzten Kinoauswertung bundesweit zu sehen sein. Auch die Evangelische Kirche Solingen und das Max-Leven-Zentrum gedachten in eigenen Veranstaltungen der Holocaust-Opfer. Film und Diskussion sollen das Gedenken an diese Verbrechen wachhalten und zugleich die nachhaltige Wirkung von Bauers Arbeit aufzeigen. Die Veranstaltungen bieten Raum für Reflexion über Gerechtigkeit und Verantwortung.

Quelle