28 June 2026, 22:32

Silvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor Böllern – und landet im Feuerwerks-Inferno

Feuerwerk 'deutlich schwerer als im letzten Jahr'

Silvester-Albtraum: Rentnerpaar flieht vor Böllern – und landet im Feuerwerks-Inferno

Ein Rentnerpaar aus Dorsten, Rita und Wilhelm Zachraj, reiste über Silvester in die Lüneburger Heide nach Schneverdingen, um dort in Ruhe das neue Jahr zu begrüßen. Sie hatten gehofft, mit ihrem ängstlichen Rettungshund Odin dem Lärm der Feuerwerke zu entkommen. Stattdessen war ihr Ferienhaus ab 11 Uhr morgens bis zum nächsten Tag von ununterbrochenen Böllern umgeben.

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Die Zachrajs hatten sich für die Lüneburger Heide entschieden, nachdem sie in Werbematerialien von einem ruhigen Rückzugsort gelesen hatten. Doch in diesem Jahr kam es in der Region zu ungewöhnlich starkem Feuerwerkslärm. Ihr Hund Odin, ein Straßenfund aus Ungarn, geriet durch den Dauerlärm sichtbar in Panik.

Ihre Erlebnisse dokumentierte später der Rechercheur André Ricci. Die Geschichte sorgte für Aufsehen, da die Debatte über Feuerwerke an Schärfe gewann. Im Heidekreis zeigte eine Online-Umfrage der Böhme-Zeitung, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung strengere Regeln befürwortet: 65 Prozent sprachen sich für ein Verbot aus, 35 Prozent lehnten es ab. Bundesweit hat eine Petition für ein flächendeckendes Feuerwerksverbot mittlerweile über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt.

Rita Zachraj äußerte sich enttäuscht: Die Tourismuswerbung habe sie in dem Glauben gelassen, in einer feuerwerksfreien Umgebung zu sein. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Sorge über Lärmbelästigungen durch Feuerwerkskörper. Umfrageergebnisse und Petition spiegeln eine breite öffentliche Unterstützung für einen Wandel wider.

Quelle