17 February 2026, 09:03

Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren soll 500.000 Haushalte versorgen

Ein großes Lagerinneres mit zahlreichen Fenstern, Säulen, einem gefliesten Boden, einer hohen Decke mit Lampen und Klimaanlagen sowie verschiedenen Gegenständen, verfügbar zur Miete.

Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren soll 500.000 Haushalte versorgen

Im zukünftigen I-NOVA Park in Ibbenbüren entsteht ein riesiger Batteriespeicher – ein Meilenstein bei der Umwandlung des ehemaligen Bergbaustandorts in ein modernes Energiezentrum. Die Anlage wird eine Fläche von sieben Fußballfeldern umfassen und genug Energie speichern, um fast 500.000 Haushalte einen Tag lang zu versorgen.

Mit einer Kapazität von rund 1,9 Gigawattstunden (GWh) wird es sich um den größten Batteriespeicher handeln, der derzeit in Nordrhein-Westfalen geplant ist. Überschüssiger Strom aus Solar- und Windparks wird hier zwischengespeichert und bei Bedarfsspitzen wieder ins Netz eingespeist. Ein vollautomatisiertes System ermöglicht es den Batterien, schnell auf Netzschwankungen zu reagieren und so die Frequenzstabilität zu sichern.

Die Bauarbeiten sollen frühestens 2027 beginnen, sobald die Fläche aus dem Bergbaurecht entlassen ist. Zurzeit bereitet die GFGBA den Bauantrag vor. Das Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt und unterstreicht Ibbenbürens Wandel von der Bergbauvergangenheit zu einem zukunftsorientierten Energie-Standort.

Dank der Nähe zu einer geplanten Umrichterstation von Amprion können die Batterien etwa zweimal täglich be- und entladen werden. Diese Konfiguration verbessert die Netzstabilität und fördert die Integration erneuerbarer Energien.

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Deutschland erlebt derzeit einen Boom bei solchen Großprojekten: Mindestens zehn großtechnische Batteriespeicher sind bundesweit in Planung oder Bau. Dazu zählen zwei Vorhaben von ZE Energy in Brandenburg (über 300 MWh bis 2028), bis zu vier Phasen der SEAC Group/Sunotec (230 MWh bis 2028) sowie vier Voltfang-Projekte ab 2026. RWE und Masdar planen bis 2030–2035 zudem Kapazitäten von bis zu 1 GW, während die Stadtwerke Villingen-Schwenningen bis Ende 2026 weitere 30 MWh hinzufügen werden.

Die Ibbenbürener Anlage wird die Energieinfrastruktur Nordrhein-Westfalens stärken und die Energiewende in der Region vorantreiben. Ihre Fertigstellung fällt mit dem landesweiten Ausbau von Batteriespeichern zusammen – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung großskaliger Energie-Speicher bei der Balance von Angebot und Nachfrage erneuerbarer Energien.