25 March 2026, 12:32

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Stars wie Scarlett Johansson Grenzen neu definieren

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse unter Freunden: Warum Stars wie Scarlett Johansson Grenzen neu definieren

Öffentliche Zuneigungsbekundungen durch platonische Küsse unter Freunden sind in den letzten Jahren sichtbarer geworden. Prominente Persönlichkeiten wie Scarlett Johansson, Jonathan Bailey und Cat Deeley haben solche Momente offen geteilt und damit Diskussionen über Zuneigung und gesellschaftliche Normen angestoßen. Diese Gesten, die früher im Rampenlicht selten zu sehen waren, spiegeln heute einen breiteren Wandel in der Einstellung zu nicht-romantischer körperlicher Nähe wider.

Scarlett Johansson und Jonathan Bailey küssten sich kürzlich auf dem roten Teppich bei der Premiere von Jurassic World: Rebirth. Johanssons Ehemann, Colin Jost, stellte später klar, dass er in diesem Austausch keine romantische Bedrohung sehe. Bailey, der für seine offene Haltung zu Zuneigung bekannt ist, betont, er glaube daran, Liebe in all ihren Formen auszudrücken – einschließlich des Küssens von Freunden.

Diese Art von Kuss, oft als "Guppy-Kuss" bezeichnet, ahmt kindliche Zuneigungsbekundungen nach. Es handelt sich um eine nicht-sexuelle Geste, die Bindungen stärken soll – ähnlich wie Primaten und andere Tiere körperlichen Kontakt nutzen, um soziale Verbindungen zu festigen. Die Kommunikations-expertin Judi James weist darauf hin, dass solche Rituale in Hollywood mittlerweile üblich seien, wo öffentliche Zuneigung unter Freunden zunehmend normalisiert werde.

In den letzten fünf Jahren hat die westliche Medienlandschaft diese Art von Gesten vermehrt aufgegriffen, beeinflusst durch K-Dramas und die Prominentenkultur. Stars wie Harry Styles, Mitglieder von BTS oder Hannah Waddingham haben platonische Küsse in der Öffentlichkeit geteilt. Soziale Medien haben diese Entwicklung beschleunigt und das Stigma um gleichgeschlechtliche Zuneigung verringert, während Homophobie in vielen Regionen zurückgeht. Dennoch bestehen kulturelle Unterschiede fort: In konservativen Gegenden werden solche Handlungen oft anders bewertet.

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Cat Deeley etwa küsst regelmäßig ihre beste Freundin Charlie Brear und andere Frauen – für sie ein Teil dessen, was sie als "Freundinnen-Bonding" bezeichnet. Auch Madonna, Gigi Hadid und andere haben Ähnliches getan. Diese Momente unterstreichen einen evolutionären Zweck: Küssen löst Gefühle von Geborgenheit aus und festigt Beziehungen, egal ob romantisch oder nicht.

Die wachsende Sichtbarkeit platonischer Küsse spiegelt sich wandelnde gesellschaftliche Einstellungen wider, besonders in der Unterhaltungsbranche. Zwar variiert die Akzeptanz weltweit, doch der Trend deutet auf eine Öffnung hin – weg von traditionellen Grenzen, hin zur Anerkennung von Zuneigung in all ihren Facetten. Für viele stehen diese Gesten heute für Freundschaft, Vertrauen und emotionale Verbundenheit, nicht für Romantik.

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