NRW verteilt 150 Millionen Euro gegen Armut – Solingen erhält über 1,4 Millionen
Henry KochNRW verteilt 150 Millionen Euro gegen Armut – Solingen erhält über 1,4 Millionen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen startete im Dezember 2022 auf einer Armutskonferenz den „Kraftpakt NRW – Gemeinsam gegen Armut“. Mit der Initiative sollen Kommunen, die mit sozialer Not zu kämpfen haben, finanziell unterstützt werden. Dafür wurden rund 150 Millionen Euro bereitgestellt.
Fast einen Monat nach der Ankündigung gingen die Bewilligungsschreiben an 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise. Die Höhe der Zuweisungen richtet sich nach der Zahl der Menschen, die auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind. Kreisfreie Städte erhalten 79 Euro pro Berechtigtem, kreisangehörige Gemeinden 63 Euro und Kreise 16 Euro.
Die kreisfreie Stadt Solingen zählte zum 31. Dezember 2021 insgesamt 17.962 Leistungsbeziehende. Damit qualifiziert sie sich für eine Gesamtzuweisung in Höhe von 1.419.009,14 Euro. Sobald eine Kommune auf ihr Widerspruchsrecht verzichtet, werden die Mittel rechtsverbindlich und können ausgezahlt werden.
Die Gelder bieten maximale Flexibilität für den lokalen Einsatz. Sie können für Betriebskosten sozialer Einrichtungen, Notfallfonds, Honorare für Fachkräfte, die Unterstützung von Ehrenamtlichen oder Informationsmaterialien verwendet werden. Das Programm ermöglicht es den Kommunen, dringende soziale Bedarfe zu decken. Die Zuweisung an Solingen spiegelt die hohe Zahl der Leistungsbeziehenden wider. Die Mittel sollen die bestehende soziale Infrastruktur stärken und Menschen in finanziellen Notlagen helfen.
