CDU Solingen kritisiert Bürgermeister Kurzbach wegen intransparenter Sanierungspläne für das Zentrum für verfolgte Künste
Clara MeyerCDU Solingen kritisiert Bürgermeister Kurzbach wegen intransparenter Sanierungspläne für das Zentrum für verfolgte Künste
Die CDU-Fraktion in Solingen hat Bedenken gegen die Sanierungspläne für das Zentrum für verfolgte Künste geäußert. Das Projekt zur Umnutzung des historischen Gräfrather Rathauses hat eine Debatte über Finanzierung und Transparenz ausgelöst. Die jüngsten Äußerungen von Bürgermeister Tim Kurzbach stoßen bei der Opposition auf scharfe Kritik.
Kurzbach hatte ohne Absprache mit dem Kulturausschuss Erklärungen zur Zukunft des Zentrums abgegeben. Sebastian Haug, Vorsitzender des Ausschusses, rügte den Bürgermeister öffentlich für seine einseitige Ankündigung zur städtischen Finanzierung der Erweiterung. Die CDU betont, dass solche Entscheidungen nicht ohne vorherige Information der zuständigen Gremien getroffen werden dürfen.
Daniel Flemm, Fraktionsvorsitzender der CDU, warf dem Bürgermeister vor, die Glaubwürdigkeit der lokalen Politik zu untergraben. Die Partei wirft Kurzbach vor, mit irreführenden Aussagen ungelöste Fragen zu Finanzierung und Denkmalschutz zu verschleiern. Zudem müsse vor einer möglichen Erweiterung des Zentrums für verfolgte Künste zunächst die Zukunft des Solinger Kunstmuseums geklärt werden.
Die CDU fordert Aufklärung zu zahlreichen offenen Fragen des Sanierungsvorhabens, die in der nächsten Sitzung des Kulturausschusses thematisiert werden sollen. Die Partei unterstreicht die Bedeutung des Museums für das kulturelle Leben der Stadt und warnt, dass der aktuelle Lagerort im alten Sparkassengebäude in Gräfrath keine dauerhafte Lösung darstelle.
Im Mittelpunkt des Streits stehen Transparenz und die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Beteiligung der Gremien. Die CDU besteht darauf, dass zunächst alle offenen Punkte geklärt werden müssen, bevor weitreichende Entscheidungen fallen. Die nächste Sitzung des Kulturausschusses wird wegweisend für die Zukunft des Projekts sein.
