NRW schafft Zwei-Waben-Tarif ab – doch die Fahrpreise steigen um fast 5 %
Henry KochNRW schafft Zwei-Waben-Tarif ab – doch die Fahrpreise steigen um fast 5 %
Öffentlicher Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen steht vor großen Änderungen bis 2026
Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) plant, das alte Zwei-Waben-Tarifsystem in den Großstädten abzuschaffen. Gleichzeitig steigen die Ticketpreise um fast 5 %, um wachsende Ausgaben wie Personalkosten, Energie und Investitionen in umweltfreundliche Technologien zu decken.
Nordrhein-Westfalen, das bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands, ist stark auf Züge, Straßenbahnen und Busse angewiesen. Millionen Menschen nutzen sie täglich, um zur Arbeit, zur Schule oder zu anderen Zielen zu gelangen. Seit Mai 2023 bietet das Land-Ticket eine einfache Lösung: Für 58 Euro im Monat können Fahrgäste im gesamten Bundesland unterwegs sein.
Das aktuelle Zwei-Waben-System, das Städte in zwei Zonen unterteilt, wird kaum noch genutzt. Nur noch etwa 1 % der VRR-Kunden erwerben es. Um die Tarifstruktur zu vereinfachen, führt der VRR bis 2026 einen einheitlichen Stadttarif ein.
Die Umstellung hat jedoch ihren Preis. Ab Januar 2026 steigen die Fahrpreise im gesamten VRR-Netz durchschnittlich um 4,9 %. Die Erhöhung ist notwendig, um höhere Personalkosten, Energiekosten und Investitionen in eine klimafreundliche Verkehrswende zu finanzieren.
Ziel des einheitlichen Stadttarifs ist es, den ÖPNV für Fahrgäste einfacher zu gestalten. Die Preiserhöhung spiegelt jedoch die steigenden Betriebskosten und Modernisierungsmaßnahmen wider. Die Änderungen treten 2026 in Kraft und betreffen Millionen Pendler im Land.






