04 March 2026, 18:30

NRW 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Verbrechen und Sexualdelikte

Eine Liniengrafik, die die Tötungsdelikte nach Alter des Täters und Waffennutzung von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem Text.

NRW 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Verbrechen und Sexualdelikte

Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 ein gemischtes Kriminalitätsbild. Zwar sank die Gesamtzahl der Straftaten um 3 % auf etwa 1,36 Millionen Fälle, doch schwere Delikte wie Tötungsdelikte und Sexualstraftaten stiegen deutlich an. Die Polizei konnte etwas mehr als die Hälfte aller registrierten Straftaten aufklären – die Aufklärungsquote lag bei 53,7 %.

Diebstahl blieb mit rund 500.000 Fällen – das entspricht etwa 37 % der Gesamtzahl – die häufigste Straftat. Rückgänge gab es jedoch in mehreren anderen Kategorien, darunter Jugendkriminalität, Messerdelikte, Gewalttaten, Cyberkriminalität, Einbrüche und Ladendiebstahl.

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Sexualstraftaten nahmen hingegen um 5,2 % zu, wobei Vergewaltigungen um 8,5 % und sexueller Missbrauch von Kindern um 2,7 % stiegen. Die stärksten Zuwächse bei den Tatverdächtigen verzeichneten Kinder (plus 6,8 %) und junge Erwachsene zwischen 18 und 21 Jahren (plus 11,2 %). Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote bei Sexualdelikten von etwa 75 % im Jahr 2020 auf rund 82 % im Jahr 2025.

Tötungsdelikte erreichten mit 508 Fällen den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt – ein Anstieg um 6,1 %. Die Aufklärungsquote bei Betrugsfällen sank leicht von etwa 15 % im Jahr 2020 auf 12 % im Jahr 2025, während sie bei Raubdelikten von rund 40 % auf 45 % im gleichen Zeitraum stieg.

Von den 1,36 Millionen registrierten Straftaten waren fast 74 % der Tatverdächtigen männlich. Zudem verfügten 163.077 Verdächtige nicht über die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die Zahlen für 2025 zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtkriminalität, doch geben die steigenden Fallzahlen bei Sexualstraftaten und Tötungsdelikten Anlass zur Sorge. Zwar konnte die Polizei mehr Sexualdelikte aufklären, doch bei Betrugsfällen blieb sie vor Herausforderungen. Die Daten spiegeln sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme in der Kriminalitätsentwicklung Nordrhein-Westfalens wider.