Neusser Restaurant verlangt 5 Euro für leere Stühle – und hilft damit Familien in Not
Jonas MayerNeusser Restaurant verlangt 5 Euro für leere Stühle – und hilft damit Familien in Not
Restaurant Drusushof in Neuss führt Gebühr für nicht erschiene Gäste ein
Das Restaurant Drusushof in Neuss hat eine neue Regelung eingeführt, um das Problem von "No-Shows" zu bekämpfen: Gäste, die mehr Plätze reservieren, als schließlich besetzt werden, müssen künftig 5 Euros pro leerem Stuhl zahlen. Die eingenommenen Gelder fließen in eine lokale Initiative, die Familien in Krisensituationen unterstützt.
Die Entscheidung entstand in Absprache mit Stammgästen, die bei der Ausgestaltung der Regelung mitwirkten. Die meisten begrüßen die Neuerung, auch wenn einige anfangs Schwierigkeiten hatten, sie nachzuvollziehen. Die Gebühr fällt nur an, wenn Reservierungen nicht rechtzeitig storniert werden.
Die gesammelten Mittel kommen der Schmetterlings-Initiative zugute, einer Organisation, die Familien begleitet, die mit schwer erkrankten oder verstorbenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen konfrontiert sind. Dazu gehören seelische Unterstützung und praktische Hilfe in schwierigen Lebensphasen.
Alexander Bliersbach, der Inhaber des Restaurants, hofft, dass die Maßnahme mehr bewirkt als nur die Reduzierung ungenutzter Reservierungen. "Es geht auch darum, auf die wichtige Arbeit der Schmetterlings-Initiative aufmerksam zu machen und die Gemeinschaft zu mehr Solidarität zu ermutigen", so Bliersbach.
Die Gebühr von 5 Euros pro nicht besetztem Platz soll spontane Absagen und unentschuldigtes Fernbleiben verringern. Sämtliche Einnahmen kommen direkt Familien zugute, die mit schweren Erkrankungen oder Verlusten kämpfen. Die Reaktion der Stammgäste fällt bisher überwiegend positiv aus.






