24 February 2026, 15:29

Neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz: Bentz könnte Reformkurs prägen

Ein altes Dokument mit einer Zeichnung der St. Erasmus Kirche umgeben von Bäumen und Himmel, unterzeichnet von der deutschen Regierung.

Neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz: Bentz könnte Reformkurs prägen

Die Deutsche Bischofskonferenz wird während ihrer Frühjahrstagung in Würzburg einen neuen Vorsitzenden wählen. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählt der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, der für seinen ausgewogenen Führungsstil und seine enge Verbindung zu den Gemeinden bekannt ist. Seine Wahl würde einen Wechsel an der Spitze der deutschen katholischen Bischöfe in einer entscheidenden Phase der Reformen markieren.

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Papst Franziskus ernannte Udo Markus Bentz Ende 2023 zum Erzbischof von Paderborn. Seit seinem Amtsantritt hat er es sich zur Priorität gemacht, alle 19 Dekanate und zahlreiche Pfarrgruppen seines Bistums zu besuchen. Dieser praxisnahe Ansatz hat seinen Ruf als Bischof, der den direkten Austausch mit den Gläubigen schätzt, weiter gefestigt.

Bentz bringt umfangreiche Erfahrung für das Amt des Vorsitzenden mit. Zuvor war er Privatsekretär von Kardinal Karl Lehmann, dem langjährigen Präsidenten der Bischofskonferenz. Diese Tätigkeit verschafft ihm tiefe Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Führung der katholischen Kirche in Deutschland steht – insbesondere bei der Umsetzung des Reformkurses.

Sollte er gewählt werden, würde Bentz die deutschen Bischöfe repräsentieren und die beiden jährlichen Vollversammlungen leiten. Eine zentrale Aufgabe wird die Steuerung des Synodalen Wegs sein, des laufenden Reformprozesses der Kirche. Seine Fähigkeit, Konsens zu schaffen, könnte sich als entscheidend erweisen, da weiterhin Spannungen über Fragen wie Kirchenführung und Sexualmoral bestehen.

Der scheidende Vorsitzende, Georg Bätzing, prägte die Ausrichtung der Kirche, indem er Debatten über Missbrauchsskandale moderierte und den Dialog mit Rom förderte. Sein Nachfolger, Heiner Wilmer, der im Februar 2026 gewählt wurde, setzte diesen Kurs fort und unterstützte progressive Schritte wie Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare. Bentz stünde nun vor der Aufgabe, diese Dynamik aufrechtzuerhalten und gleichzeitig interne Konflikte zu entschärfen.

Der neue Vorsitzende übernimmt das Amt in einer Phase, in der die deutsche Kirche Reformen mit dem Ziel der Einheit in Einklang bringen muss. Bentz' Erfahrung und sein Fokus auf seelsorgerische Arbeit könnten die Diskussionen in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Die Entscheidung in Würzburg wird die Weichen für die nächste Phase des Synodalen Wegs und das Verhältnis der Kirche zu Rom stellen.