25 February 2026, 19:34

Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt

Eine Gruppe von neun Personen, die Richter des Obersten Gerichts der Vereinigten Staaten, sitzen in Stühlen in einem Gerichtssaal, tragen schwarze Roben und lächeln, mit zwei Flaggen, zwei Fotorahmen an einer Holzwand, Deckenlampen und einem Tisch mit Büchern auf der rechten Seite des Bildes.

Nach Machtkampf um OVG-Spitze: Günther offiziell im Amt - Neuer Präsident für das Oberverwaltungsgericht Münster nach jahrelanger Vakanz ernannt

Carsten Günther hat offiziell das Amt des Präsidenten des Oberverwaltungsgerichts Münster angetreten. Der 55-jährige Richter wurde von Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach feierlich ernannt. Mit seiner Amtsübernahme endet eine lange Vakanz an der Spitze eines der wichtigsten Verwaltungsgerichte Deutschlands.

Günthers juristische Laufbahn begann im Jahr 2000 am Verwaltungsgericht Köln. Im Laufe der Jahre sammelte er Erfahrungen durch Abordnungen ins Bundesjustizministerium, die Staatskanzlei NRW sowie das Justizministerium des Landes. Zwischen 2007 und 2010 wirkte er bereits als Richter am selben Münsteraner Gericht, dem er nun vorsteht.

Vor dieser Berufung war Günther als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Düsseldorf tätig. 2015 wechselte er an das Bundesverwaltungsgericht nach Leipzig. Seine Rückkehr nach Münster erfolgt nach dem Rücktritt von Ricarda Brandts im Jahr 2021, wonach die Position über zwei Jahre unbesetzt blieb.

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Die Besetzung des Postens verzögerte sich aufgrund eines heftigen Streits, der mehrere Gerichte und eine parlamentarische Anfrage einband. Während die Stelle unbesetzt blieb, leiteten zwei Vizepräsidenten das Gericht kommissarisch. In dieser Zeit verantworteten sie unter anderem das Verfahren gegen die Einstufung der AfD durch das Bundesamt für Verfassungsschutz.

Günther übernimmt die Leitung nach einer langen Phase der Unsicherheit und personellen Lücke. Das Gericht hat in den vergangenen Jahren bedeutende Fälle behandelt, doch wie sich seine Ernennung auf laufende Verfahren auswirken wird, ist noch nicht bekannt. Seine umfassende Erfahrung im Verwaltungsrecht prädestiniert ihn nun für die Spitze dieser zentralen Justizinstitution.