03 March 2026, 02:06

Neue Filteranlage in Willich entfernt gefährliche PFAS aus dem Trinkwasser

Ein detailliertes Bild eines Wasseraufbereitungssystems aus dem deutschen Patent 666, das Komponenten wie eine Pumpe und Ventile zeigt, zusammen mit dem Patenttext.

Neue Filteranlage in Willich entfernt gefährliche PFAS aus dem Trinkwasser

Wasserwerk Darderhöfe in Willich nimmt neues Filtersystem gegen schädliche PFAS-Chemikalien in Betrieb

Das Wasserwerk Darderhöfe in Willich hat ein neues Filtrationssystem in Betrieb genommen, das gefährliche PFAS-Chemikalien aus dem Trinkwasser entfernt. Das 1,4-Millionen-Euro-Projekt ging Ende Januar 2023 ans Netz und stellt sicher, dass die Wasserqualität den verschärften Sicherheitsstandards entspricht. Täglich reinigt die Anlage genug Wasser, um 65.000 Menschen in Willich und Meerbusch-Osterath zu versorgen.

Der Bau der Filteranlage dauerte auf einer Fläche von 1.100 Quadratmetern knapp sieben Monate. Dabei wurden acht Aktivkohlefilter installiert, zwei weitere stehen als Reserve bereit. Jede Filtereinheit benötigte etwa fünfereinhalb Wochen Bauzeit.

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Das System verarbeitet nun bis zu 640 Kubikmeter Wasser pro Stunde und nutzt 16 Tonnen Aktivkohle, um PFAS-Schadstoffe zu binden. Untersuchungen des gereinigten Wassers zeigen PFAS-Werte von unter sieben Nanogramm pro Liter – deutlich unter den Grenzwerten der novellierten Trinkwasserverordnung. Neben PFAS filtern die Anlagen auch Eisen und Mangan aus dem Wasser.

Im täglichen Betrieb werden durchschnittlich 11.000 Kubikmeter Trinkwasser aufbereitet. Zwar läuft die Anlage reibungslos, doch die jährlichen Wartungskosten belaufen sich voraussichtlich auf 200.000 Euro. Bisher ist nur eine zentrale Aktivkohlefilteranlage am Förderwerk Anrath bestätigt; über mögliche Erweiterungen gibt es noch keine Angaben.

Die neue Filtertechnik garantiert den Bewohner:innen in Willich und Meerbusch-Osterath sicheres Trinkwasser. Da die PFAS-Werte nun unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, erfüllt die Anlage die aktualisierten Gesundheitsstandards. Der Erfolg des Projekts kommt jedoch mit Kosten von 1,4 Millionen Euro sowie laufenden Wartungsausgaben.