Münsters Schwimminitiative bringt jetzt auch Geflüchteten das Schwimmen bei
Lukas AlbrechtMünsters Schwimminitiative bringt jetzt auch Geflüchteten das Schwimmen bei
Schwimminitiative in Münster: Über 5.000 Kinder in 14 Jahren schwimmfähig gemacht – jetzt profitieren auch Geflüchtete
Ein Schwimmprojekt in Münster hat in den vergangenen 14 Jahren mehr als 5.000 Kindern das Schwimmen beigebracht. Nun unterstützt dasselbe Programm im Rahmen eines Pilotvorhabens auch Geflüchtete. Diese Woche nehmen Erwachsene und Kinder aus der Unterkunft ZUE Münster an kostenlosen Schwimmkursen teil.
Veranstaltet werden die Kurse von SwimSportTank e.V., einem lokalen Verein mit einem interkulturellen Team an Schwimmlehrkräften. Viele von ihnen sprechen die Muttersprachen der Teilnehmenden, was den Unterricht zugänglicher macht. Anke Sundermeier, eine der zertifizierten Schwimmlehrerinnen, unterrichtet geflüchtete Kinder, Frauen und erwachsene Männer im Hallenbad Münster-Roxel.
Die Stadt Münster stellte das Schwimmbad vorübergehend für die Kurse zur Verfügung. Die finanzielle Förderung übernahm die Sparkasse Münsterland Ost, die Schwimmen als zentrale Fähigkeit für gelungene Integration betrachtet. Mechtild Pieper, Vorstandsmitglied der Bank, betonte die Bedeutung des Schwimmens als "wichtigen Baustein für die Eingliederung in die Gemeinschaft".
Stefan Centeno Hüttemann, der für die Geflüchtetenbetreuung zuständige Bezirksbeauftragte, dankte SwimSportTank, der Stadt und der Sparkasse für die Zusammenarbeit. Der Erfolg des Projekts gilt als entscheidend für die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft ZUE Münster, in der viele Geflüchtete leben.
Die Schwimmkurse werden im Rahmen des Integrationspilotprojekts fortgeführt. Geflüchtete jeden Alters erhalten so die Möglichkeit, eine lebenswichtige Fähigkeit zu erlernen. Die Initiative knüpft an das langjährige Programm "NRW kann schwimmen!" an, das in der Region bereits tausenden Kindern das Schwimmen beigebracht hat.






