Mönchengladbachs Wirtschaft 2025: Rekordbeschäftigung trotz Krisenstimmung
Jonas MayerMönchengladbachs Wirtschaft 2025: Rekordbeschäftigung trotz Krisenstimmung
Mönchengladbachs lokale Wirtschaft zeigte 2025 Widerstandskraft
Mitte 2025 erreichte die Beschäftigtenzahl in Mönchengladbach mit 105.796 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einen Rekordwert. Spitzenreiter war der Gesundheits- und Sozialsektor, der 394 neue Arbeitsplätze schuf und damit auf insgesamt 21.204 Stellen kam. Gleichzeitig sanken die Unternehmensinsolvenzen um 7,5 Prozent – ein Gegentrend zum landesweiten Anstieg in NRW um 13,6 Prozent.
Die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach (WFMG) spielte bei diesem Aufschwung eine zentrale Rolle. Wie aus dem Jahresbericht 2025 hervorgeht, den Geschäftsführer Dr. Ulrich Schückhaus und weitere Direktoren vorlegten, konnten 21 Unternehmensansiedlungen, 11 Gründungen und 14 Betriebsweiterungen verzeichnet werden. Zusammen mit sechs Stabilisierungsprojekten entstanden oder wurden 546 Arbeitsplätze gesichert.
Darüber hinaus verkaufte die WFMG 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche und erzielte dabei Erlöse von über 2,7 Millionen Euro. Im Northpark Business Park wurden 6.150 Quadratmeter für Neubauten veräußert, in der Industriezone Käthe-Höffkes-Straße weitere 5.438 Quadratmeter vermarktet. Zudem zogen 11 Vorhaben im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderprogramms Investitionen in Höhe von 10,9 Millionen Euro an, darunter 3,5 Millionen Euro öffentliche Fördermittel.
Dr. Schückhaus, der nach 27 Jahren bei der WFMG am 30. Juni 2026 in den Ruhestand geht, begleitete diese Erfolge in seinem letzten vollständigen Amtsjahr.
Die Bilanz 2025 unterstreicht Mönchengladbachs Sonderstellung in der nordrhein-westfälischen Wirtschaftslandschaft. Mit steigenden Einnahmen, Rekordbeschäftigung und rückläufigen Insolvenzen scheint sich die gezielte Unterstützung für Unternehmen auszuzahlen. Mit Dr. Schückhaus' Ausscheiden endet 2026 eine lange Ära bei der WFMG – sein Erbe ist ein gewachsener lokaler Industriestandort.






