Moerser Tafel droht Schließung nach Räumungskündigung – 2.000 Menschen betroffen
Henry KochMoerser Tafel droht Schließung nach Räumungskündigung – 2.000 Menschen betroffen
Tafel in Moers steht vor dringender Herausforderung nach Kündigung der Räumlichkeiten
Die Moerser Tafel sieht sich einer akuten Krise gegenüber, nachdem sie die Kündigung für ihre aktuellen Räume erhalten hat. Die Einrichtung, die rund 2.000 Menschen in 600 Haushalten unterstützt, hat ein Jahr Zeit, um umzuziehen – deutlich länger als die übliche dreimonatige Frist. Doch laut Vorstandsmitgliedern könnte die Schließung ohne Hilfe viele Menschen in Moers von lebenswichtigen Lebensmittellieferungen abschneiden.
Aktuell befindet sich die Tafel in der Wittfeldstraße 49, wo sie für 400 Quadratmeter monatlich 800 Euro Miete zahlt. Zweimal pro Woche, mittwochs und freitags, werden hier zwischen 150 und 200 Bedürftige versorgt. Neben der lokalen Hilfe dient der Standort zudem als Lager und Verteilerzentrum für benachbarte Tafeln in Goch, Kalkar und sogar Duisburg.
Vorstandsvorsitzender Raffaele Corda und sein Stellvertreter Michael Nethövel beschreiben die Vermieter zwar als kooperativ. Doch die drei Vorstandsmitglieder betonen: Ein Stillstand der Arbeit komme nicht infrage. Eine Schließung würde eine massive Versorgungslücke für Bedürftige in Moers und der gesamten Region hinterlassen.
Nun hat das Team öffentlich um Unterstützung gebeten und klargestellt: "Wenn wir sie nicht bekommen, hat Moers ein Problem." Ihre Arbeit bleibt unverzichtbar, da jeder Haushalt auf die Tafel für grundlegende Lebensmittel angewiesen ist.
Die Zukunft der Einrichtung hängt davon ab, innerhalb der nächsten zwölf Monate neue Räumlichkeiten zu finden. Eine Schließung würde die Lebensmittelhilfe für Tausende unterbrechen und das Unterstützungsnetz für die umliegenden Städte schwächen. Der Vorstand sucht weiterhin nach Lösungen, um den Betrieb ohne Unterbrechung aufrechterhalten zu können.






