Millionenraub in Gelsenkirchen: Tresorknacker plündern Sparkassen-Schließfächer zu Weihnachten
Jonas MayerPolizeipräsident: Gelsenkirchener Fall kein 'Ocean's Eleven' - Millionenraub in Gelsenkirchen: Tresorknacker plündern Sparkassen-Schließfächer zu Weihnachten
Spektakulärer Bankraub in Gelsenkirchen: Diebe bohren sich in Tresor der Sparkasse Gelsenkirchen und erbeuten Millionen in Gold, Bargeld und Wertgegenständen
Bei einem dreisten Bankraub in Gelsenkirchen drangen Diebe in den Tresor der Sparkasse Gelsenkirchen ein und stahlen Gold, Bargeld und Wertsachen im Millionenwert. Der Coup, der während der Weihnachtsfeiertage Ende Dezember durchgeführt wurde, erinnert an spektakuläre Verbrechen aus Hollywood-Filmen – doch die Polizei wies jede romantisierende Verklärung zurück. Die Ermittler haben nun eine Großfahndung eingeleitet, an der über 200 Beamte beteiligt sind.
Die Einbrecher gelangten in die Sparkassen-Filiale im Stadtteil Gelsenkirchen-Buer, indem sie sich durch den Tresor bohrten. Im Inneren brachen sie mehr als 3.000 Schließfächer auf und erbeuteten eine bisher unbekannte, aber beträchtliche Summe an Werten. Polizeichef Tim Frommeyer bezeichnete die Täter als "professionelle Kriminelle", die erhebliche Zerstörungen hinterließen.
Frommeyer lehnte jeden Vergleich mit Ocean's Eleven ab und betonte die reale Brutalität des Verbrechens. Er ging davon aus, dass an der Aktion eine größere Gruppe beteiligt war – was die Wahrscheinlichkeit von Spurenfehlern erhöhe. Mit 230 Ermittlern, die dem Fall nachgehen, werden derzeit zahllose Hinweise überprüft.
Der Polizeichef zeigte sich zuversichtlich, dass das Ausmaß des Raubs letztlich dazu beitragen werde, die Verantwortlichen zu überführen. Je mehr Personen involviert seien, desto größer sei das Risiko von Fehlern – und genau darauf setzen die Fahnder.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren: 230 Beamte werten Spuren und Beweismaterial aus dem Gelsenkirchener Coup aus. Die Behörden schlossen jede filmreife Parallelität aus und konzentrieren sich stattdessen auf die forensischen Spuren. Derweil arbeitet die Polizei daran, alle Beteiligten zu identifizieren und festzunehmen.
140 Kunden unbetroffen, Polizei verfolgt 600 Hinweise
Neue Details zeigen, dass 140 Sparkasse-Kunden von dem Überfall in Gelsenkirchen nicht betroffen waren. Die Bank wird in der kommenden Woche mit der Neuplanung des Zugangs für diese Kunden beginnen. Meanwhile, die Polizei hat über 600 Hinweise erhalten - mehr als die initially berichteten 230 Ermittler - und Klagen wegen angeblicher Sicherheitsmängel werden erhoben. Sparkasse-Chef Michael Klotz bestätigte, dass die Alarmsysteme kürzlich aufgerüstet wurden.






