07 April 2026, 04:27

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Finanzierung trotz Erfolgsgeschichten

Ein Plakat mit einer USA-Karte, auf der Regionen hervorgehoben sind, um verschiedene Arten der Bevölkerungsmigration zu veranschaulichen, begleitet von erklärendem Text.

Migrationsberatung in Hamm kämpft um Finanzierung trotz Erfolgsgeschichten

Beratungsstellen für Migration in Hamm öffneten Türen – Einblicke in Arbeit und Herausforderungen

Am 1. Oktober öffneten die Migrationsberatungsstellen in Hamm ihre Türen, um ihre Arbeit und die damit verbundenen Herausforderungen vorzustellen. Die Veranstaltung, die Teil eines bundesweiten Aktionstags war, brachte lokale Dienstleister, politische Vertreter:innen und Menschen zusammen, die von der Unterstützung profitiert haben. Die Organisator:innen wiesen auf den wachsenden Druck auf die Finanzierung hin, präsentierten aber auch Erfolgsgeschichten von denen, die sich erfolgreich in die Gemeinschaft integriert haben.

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) richteten die Zusammenkunft im DRK-Heim in Bockum-Hövel aus. Vertreter beider Organisationen stellten ihre Angebote vor und erläuterten, wie sie neu angekommene Menschen durch Beratung, Schulungen und soziale Unterstützung begleiten. Die Teilnehmer:innen hörten persönliche Berichte von Menschen, die mit Hilfe dieser Programme den Integrationsprozess erfolgreich gemeistert haben.

Svetlana Dittmar von der AWO betonte die Bedeutung von Initiativen wie Sprachförderung und Trainings zur sozialen Kompetenz. Diese Programme, so Dittmar, spielten eine zentrale Rolle, um junge Menschen in Schulen und Berufskollegs zu erreichen. Doch über den Diskussionen schwebte die Sorge um die Finanzierung – insbesondere der Jugendmigrationsdienste. Einige Angebote seien bereits aufgrund finanzieller Engpässe gestrichen worden, was Lücken in der Unterstützung gefährdeter Gruppen hinterlasse.

Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews (SPD) nahm an der Veranstaltung teil und sicherte zu, sich auf Bundesebene für die weitere Finanzierung der Migrationsdienste einzusetzen. Zwar bestätigte er, dass die Bundesregierung die aktuelle Förderung aufrechterhalten wolle, räumte jedoch ein, dass für 2026 keine zusätzlichen Mittel vorgesehen seien. Lokale und bundesweite Politiker:innen diskutierten über die Notwendigkeit verlässlicher finanzieller Zusagen, um die langfristige Planung der Migrationsarbeit in Hamm zu sichern.

Der Aktionstag rückte sowohl die Erfolge als auch die Schwierigkeiten der Migrationsdienste in Hamm in den Fokus. Einrichtungen wie die des DRK und der AWO leisten weiterhin wichtige Arbeit, um Neuankömmlingen den Start zu erleichtern. Doch die unsichere Finanzlage gefährdet die Aufrechterhaltung aller Programme. Ohne zusätzliche Mittel könnten einige Unterstützungsangebote in den kommenden Jahren weiter gekürzt werden.

Quelle