Kreis Herford investiert 1,8 Millionen Euro in moderne Berufsbildung
Kreis Herford sichert fast zwei Millionen Euro für Modernisierung der Berufsbildungsstätten
Der Kreis Herford hat fast zwei Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben, um seine beruflichen Bildungsstätten zu modernisieren. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling überbrachte die offizielle Zusage während eines jüngsten Besuchs in der Kreisverwaltung. Die Investitionen sollen in den kommenden drei Jahren die Ausstattung an zwei zentralen Berufskollegs auf den neuesten Stand bringen.
Die Mittel stammen aus dem gemeinsamen Bund-Länder-Programm Regionale Wirtschaftsförderung und fließen in das Projekt "Fachkräftesicherung durch Modernisierung von Ausbildungswerkstätten". Rund 1,8 Millionen Euro übernimmt der Staat, der Kreis steuert die verbleibenden zehn Prozent bei. Mit dem Geld werden moderne Maschinen, Werkzeuge und Software für das August-Griese-Berufskolleg (AGB) in Löhne und das Wilhelm-Normann-Berufskolleg (WNB) in Herford angeschafft.
Zu den Neuerungen zählen unter anderem 3D-Drucker, eine CNC-Drehmaschine sowie Augmented-Reality(AR)-Software für Getriebetechnik. Die Aufrüstung soll realitätsnahe Ausbildungsbedingungen schaffen und die Schülerinnen und Schüler besser auf die Anforderungen der Industrie vorbereiten. Landrat Mirco Schmidt begrüßte die Förderung als "wichtigen Schritt", um technische und gewerbliche Berufskollegs mit erstklassiger Infrastruktur auszustatten.
Der Kreis Herford betreibt insgesamt fünf Berufskollegs, darunter WNB und AGB, die ein breites Spektrum an Fachrichtungen abdecken. Zwar stellt der Kreis regelmäßig notwendige Mittel bereit, doch die landesweite Unterstützung entlastet den Haushalt und erweitert die Möglichkeiten. Im Schuljahr 2024/2025 besuchten etwa 8.500 Schülerinnen und Schüler die drei weiteren Berufskollegs des Kreises – aktuelle Zahlen für 2026 müssten jedoch bei den offiziellen Stellen angefragt werden.
Bölling betonte, wie entscheidend gut ausgebildete Fachkräfte für den Kreis Herford und die gesamte Region Ostwestfalen-Lippe seien. Die Investition passe zu den Bestrebungen, die lokale Arbeitsmarktentwicklung durch moderne Ausbildungsstrukturen zu stärken.
Die Mittel werden über drei Jahre verteilt ausgezahlt und kommen direkt den Schülerinnen und Schülern des AGB und WNB zugute. Neue Technologien wie 3D-Drucker und AR-Software sollen die Kluft zwischen theoretischem Unterricht und praktischen Industrieanforderungen überbrücken. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Modernisierungen die Ausbildungsqualität steigern und das regionale Wirtschaftswachstum fördern.






