21 March 2026, 22:24

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen für Milliarden-Deal

Schwarze und weiße Visitenkarte mit William Davis, einem Schirmhersteller, und Text, der die Dienstleistungen des Unternehmens beschreibt.

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen für Milliarden-Deal

Die Klesch Group hat sich auf einen Kauf der BP-Raffinerie in Gelsenkirchen geeinigt – ein bedeutender Deal für den deutschen Energiesektor. Der unabhängige Raffineriebetreiber, der 1990 gegründet wurde, unterzeichnete eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme eines der größten Raffineriestandorte des Landes. Die Kanzlei Clifford Chance beriet Klesch bei der Transaktion, die noch der regulatorischen Genehmigung bedarf.

Die Raffinerie in Gelsenkirchen ist Teil eines der größten integrierten Raffinerie- und petrochemischen Zentren Europas. Bei voller Auslastung verarbeitet sie jährlich rund 12 Millionen Tonnen Rohöl und zählt zu den beiden größten Ethylenproduzenten Deutschlands. Am Standort sind etwa 2.300 Mitarbeiter beschäftigt, die ein breites Spektrum an Erdölprodukten herstellen.

In den vergangenen fünf Jahren hatte BP die Aktivitäten am Standort schrittweise reduziert. 2022 wurde die Schwerölverarbeitung eingestellt, 2023 folgte die fast vollständige Einstellung der Mineralölproduktion. Bis 2025 hatte sich die Raffinerie zu einer Bioraffinerie gewandelt, mit Fokus auf nachhaltige Biokraftstoffe und einer Reduzierung der Produktion von ursprünglich 7,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf spezialisierte, umweltfreundliche Erzeugnisse.

Die Klesch Group betreibt derzeit Raffinerien in Heide (Deutschland) und Kalundborg (Dänemark) mit rund 1.000 Mitarbeitern. Die Übernahme soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Zustimmung.

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Mit dem Deal erweitert Klesch sein Raffinerieportfolio um einen strategisch wichtigen deutschen Standort. Die bestehende Infrastruktur und Belegschaft in Gelsenkirchen werden die Unternehmensaktivitäten in einem zentralen europäischen Energiemarkt stärken. Die Regulierungsbehörden werden die Transaktion vor dem geplanten Abschluss Mitte 2026 prüfen.

Quelle