KI-Kameras sollen Schleichverkehr in Köln-Altenberg während neunmonatiger Sperrung stoppen
Lukas AlbrechtKI-Kameras sollen Schleichverkehr in Köln-Altenberg während neunmonatiger Sperrung stoppen
Neunmonatige Sperrung der Südspuren der Altenberger Domstraße – KI-Kameras sollen Umleitungsverkehr überwachen
Am 9. Februar 2026 begann die neunmonatige Sperrung der südlichen Fahrspuren der Altenberger Domstraße im Rahmen umfangreicher Umbaumaßnahmen. Die Volt/FWG-Fraktion im Stadtrat hat nun vorgeschlagen, KI-gestützte Kameras einzusetzen, um die Einhaltung der Verkehrsregeln entlang der Ausweichrouten durchzusetzen. Befürchtet wird, dass Autofahrer die nahegelegenen Wohnstraßen als Abkürzung missbrauchen könnten.
Ziel des Plans ist es, unbefugte Fahrzeuge von der Nutzung der Nittumer Weg und Zehntweg fernzuhalten, die während der Bauarbeiten ausschließlich Anwohnern vorbehalten sind.
Die offizielle Umleitung für die Sperrung der Altenberger Domstraße führt über Leverkusen-Schlebusch und verlängert die Fahrzeit um etwa 20 Minuten. Die Volt/FWG-Fraktion warnt jedoch, dass einige Autofahrer die vorgeschriebene Route ignorieren und stattdessen durch die Nittumer Weg und Zehntweg fahren könnten. Um dem entgegenzuwirken, schlagen sie die Installation moderner Kamerasysteme an den Zu- und Ausfahrten vor, um die Einhaltung der Regeln zu überwachen.
Die Kameras würden mit spezieller Software ausgestattet sein, die unerlaubten Durchgangsverkehr erkennt, dabei aber datenschutzrechtliche Vorgaben einhält. Vor der Umsetzung besteht die Fraktion auf eine umfassende rechtliche Prüfung sowie eine Kosten-Nutzen-Analyse. Der Vorschlag wird am 3. März 2026 im Ausschuss für Mobilität und Verkehrsflächen beraten.
Falls das System genehmigt wird, könnte es später auch auf andere Umleitungsstrecken in der Stadt ausgeweitet werden. Die Bauarbeiten selbst laufen vom 19. Januar bis in den Herbst hinein und umfassen eine gesperrte Spur sowie umgeleiteten Verkehr in südlicher Richtung. Langfristige Lösungen – wie Einbahnstraßenregelungen oder dauerhafte Anwohnerparkzonen – werden zwar diskutiert, sind aber noch nicht beschlossen.
Mit ihrem Vorstoß will die Volt/FWG-Fraktion die Verkehrsbeschränkungen während der neunmonatigen Sperrung durchsetzen. Sollte sich das Kamerasystem als rechtlich und finanziell machbar erweisen, könnte es als Vorbild für künftige Umleitungen dienen. Der nächste Schritt ist eine Machbarkeitsprüfung in der anstehenden Ausschusssitzung im März.






