Hagen startet Kampagne gegen tödliche illegale Straßenrennen unter Jugendlichen
Clara MeyerHagen startet Kampagne gegen tödliche illegale Straßenrennen unter Jugendlichen
Die Polizei in Hagen hat eine neue Kampagne gestartet, um illegale Straßenrennen unter jungen Erwachsenen zu bekämpfen. Die Initiative mit dem Titel „Verantwortung stoppt rücksichtslose Raserei“ richtet sich an Fahrer und Zuschauer im Alter von 17 bis 27 Jahren. Ziel ist es, auf die tödlichen Gefahren überhöhter Geschwindigkeit und rücksichtslosen Verhaltens im Straßenverkehr aufmerksam zu machen.
Die Aktion folgt einem Anstieg nicht genehmigter Autorennen in Nordrhein-Westfalen seit 2015. Zwar gab es in Hagen bisher nur wenige Vorfälle mit Unfallfolgen, doch das Problem besteht weiter. Deutschland verschärfte zwar 2017 die Strafen für illegale Rennen mit Paragraf 315d des Strafgesetzbuchs, doch allein durch Repression ließ sich der Trend nicht stoppen.
Seit Anfang dieses Monats besuchen Polizeiberater Schulen im Rahmen der Kampagne. Am 4. Februar sprachen sie mit Schülern des Hohenlimburger Gymnasiums, einen Tag später folgten Gespräche an der Hildegardis-Schule. Eine weitere Veranstaltung ist für den 6. Februar an der Fritz-Steinhoff-Gesamtschule geplant.
Die Kampagne betont, dass illegale Rennen alle gefährden. Sie warnt sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer vor den schweren, mitunter tödlichen Folgen von Hochgeschwindigkeitsunfällen. Die zentrale Botschaft lautet: Überhöhte Geschwindigkeit bleibt die häufigste Todesursache bei jungen Fahrern.
Der Präventionsansatz setzt auf Aufklärung und Sensibilisierung. Die Polizei hofft, junge Erwachsene davon abzuhalten, an illegalen Rennen teilzunehmen oder sie als Zuschauer zu unterstützen. In den kommenden Wochen werden weitere Schul- und Gemeindebesuche folgen.
