06 May 2026, 00:15

"Grüne Ufer": Ein geisterhaftes Liebesdrama feiert Uraufführung in Jekaterinburg

Ein altes Illustrationstitelblatt namens "Die Musik der russischen Revolution" zeigt einen Mann in einem weißen Gewand, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem wallenden Kleid, die Blumen hält, vor einem prunkvollen Rahmen auf einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer": Ein geisterhaftes Liebesdrama feiert Uraufführung in Jekaterinburg

„Grüne Ufer“ – Ein Gespenstisches Liebesdrama feiert Premiere in Jekaterinburg

In Jekaterinburg hat das neue Theaterstück „Grüne Ufer“ Premiere gefeiert und bringt eine beklemmende Liebesgeschichte auf die Bühne. Die Inszenierung verwebt Vergangenheit und Gegenwart und erzählt von einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre, der auf eine rätselhafte Sängerin aus der vorrevolutionären Zeit trifft. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa verbindet das Stück Geschichte, Romantik und Übernatürliches in einem intimen Theaterrahmen.

Die Geschichte nahm ihren Anfang, als der Schriftsteller Gennadi Alexejew auf die historische Figur Anastassija Wjalzewa stieß – eine in Vergessenheit geratene Romanzen-Sängerin aus der Zeit vor der Russischen Revolution. Inspiriert von ihrem Schicksal schuf er einen Roman, der später die Grundlage für „Grüne Ufer“ bildete. Das Stück adaptiert diese Vorlage und erkundet, wie Liebe und Erinnerung die Grenzen der Zeit überwinden.

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In der Hauptrolle des Leningrader Dichters – einer Figur, die Alexejew selbst stark ähneln soll – glänzt Oleg Dulenkin. An seiner Seite meistert Jelena Iwanowa die Herausforderung, neun verschiedene Rollen zu verkörpern und dabei zwischen Epochen und Identitäten zu wechseln. Ihre Darbietungen sind im „Tvary“, einem kleinen Privattheater in Jekaterinburg, zu erleben, das für seine atmosphärischen und immersiven Produktionen bekannt ist.

Obwohl die Liebenden zu Lebzeiten kein Glück finden, vereint der Tod ihre Seelen schließlich. Das bittersüße Ende unterstreicht die zentralen Themen von Sehnsucht und Schicksal, die sich durch die Handlung ziehen.

„Grüne Ufer“ ist ein weiterer kreativer Erfolg der Regisseurin Lilia Bornaschewa, die Alexejews Roman in ein packendes Bühnenerlebnis verwandelt hat. Die Mischung aus historischen Figuren, poetischem Erzählstil und emotionaler Tiefe zieht das Publikum in Jekaterinburgs „Tvary“-Theater in ihren Bann. Die Vorstellungen laufen weiter und bieten einen Einblick in eine Liebe, die selbst die Zeit trotzt.

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