24 February 2026, 13:29

Geflohener Sexualstraftäter aus Münster-Amelsbüren bleibt verschwunden – Behörden fahnden europaweit

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Feldes mit einem Hügel im Hintergrund, einem Gebäude auf der rechten Seite und einem Himmel oben, mit dem Text "New York State Penitentiary" unten.

Geflohener Sexualstraftäter aus Münster-Amelsbüren bleibt verschwunden – Behörden fahnden europaweit

Verurteilter Sexualstraftäter aus psychiatrischer Klinik in Münster-Amelsbüren geflohen

Ein wegen Sexualdelikten verurteilter Straftäter ist aus der psychiatrischen Klinik in Münster-Amelsbüren entkommen. Der 33-jährige iranische Staatsbürger kehrte im September 2024 nicht von einem genehmigten Ausgang zurück. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass er ins Ausland geflohen ist, und fahnden mit einem Europäischen Haftbefehl nach ihm.

Der Mann war seit Februar 2020 in der forensischen Abteilung der Klinik Münster-Amelsbüren untergebracht. Bereits vor dieser Flucht hatte er etwa acht Jahre in der Einrichtung verbracht. Sein Verschwinden wurde von der Klinik und der örtlichen Polizei zunächst nicht gemeldet.

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat seine Identität bestätigt, verweigert jedoch weitere Angaben. Als Begründung wurde seine verminderte Schuldfähigkeit genannt. Das Gesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen verwies unterdessen alle Anfragen an die Polizei.

Dies ist nicht der erste Sicherheitsvorfall in der Klinik: Bereits im September 2022 war ein weiterer Patient aus derselben Einrichtung geflohen. Die Bürgerinitiative «AlexianerForensik – Sicherheit VOR Therapie» hatte die Klinik bereits mehrfach wegen Vorfällen mit Patienten und Kindern kritisiert. Die aktuelle Flucht verstärkt die Bedenken hinsichtlich unzureichender Sicherheitsvorkehrungen.

Der Klinikträger, die Alexianer GmbH, äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall.

Der Flüchtige ist weiterhin auf freiem Fuß. Die Behörden koordinieren die Fahndung im Rahmen des Europäischen Haftbefehls. Der Vorfall wirft erneut Fragen zu den Sicherheitsprotokollen der Klinik beim Umgang mit hochriskanten Patienten auf. Staatsanwaltschaft und Gesundheitsbehörden halten sich mit öffentlichen Details zurück – zentrale Aspekte des Falls bleiben damit ungeklärt.

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