Führerschein wird immer teurer – doch Reformen sollen 2027 Entlastung bringen

Jonas Mayer
Jonas Mayer
2 Min.
Ein Blatt Papier mit mehreren angehefteten Blättern, auf denen jeweils der Text 'Brisker & Shellard's Patent Safety Match' steht.Jonas Mayer

Führerschein wird immer teurer – doch Reformen sollen 2027 Entlastung bringen

Führerschein in Deutschland: Kosten explodieren – Reformen sollen Abhilfe schaffen

Der Erwerb eines Führerscheins in Deutschland ist deutlich teurer geworden – die Kosten liegen mittlerweile bei über 3.000 Euro. Gleichzeitig stehen umfassende Änderungen bevor: Verkehrsminister Volker Wissing unterstützt Reformvorschläge von Kommissar Stefan Schnieder, die das Fahrenlernen flexibler und bezahlbarer machen sollen. Doch wer gegen die Regeln verstößt, muss weiterhin mit harten Konsequenzen rechnen.

Die Preise für den Führerschein steigen seit Jahren kontinuierlich. Aktuell müssen Fahrschüler mindestens 14 Doppchstunden Theorie und 12 Praxisstunden absolvieren, um die Grundanforderungen zu erfüllen. Da Fahrschulen pro Stunde zwischen 55 und 77 Euro berechnen, summiert sich die Rechnung schnell. Durch den Vergleich verschiedener Anbieter lassen sich jedoch mehrere hundert Euro sparen, denn die Preise unterscheiden sich teilweise deutlich.

Eine günstigere Alternative sind spezielle Verkehrsübungsplätze, wo eine Übungsstunde etwa 20 Euro kostet. Allerdings sind diese Flächen nicht überall leicht zu finden – und wie viele es bundesweit gibt oder wie sie auf die Bundesländer verteilt sind, bleibt unklar. Noch riskanter ist das Üben ohne Führerschein im öffentlichen Raum: Wer auf Feldwegen oder leeren Parkplätzen fährt, riskiert schwerwiegende Folgen, darunter ein bis zu fünfjähriges Fahrverbot, bevor überhaupt ein Führerschein erworben werden darf. Noch gravierender: Ohne gültige Fahrerlaubnis auf öffentlichen Straßen zu fahren, stellt für den Fahrschüler und den Begleiter eine Straftat dar.

Um die Hürden zu senken, sehen Schnieders Reformpläne vor, Theorieunterricht künftig rein online anzubieten und die Zahl der Pflicht-Sonderfahrten zu reduzieren. Ein zentraler Punkt ist zudem die Einführung des sogenannten "Laienfahrtrainings" – ähnlich dem bestehenden "Begleiteten Fahren ab 17". Dabei dürfen Fahrschüler mit Eltern oder Freunden üben. Der ADAC begrüßt diesen Ansatz, da mehr Praxis zu sichereren Fahrern führe. Doch bis die Änderungen greifen, wird es dauern: Allein das Gesetzgebungsverfahren könnte neun bis zwölf Monate in Anspruch nehmen, sodass neue Regeln frühestens 2027 in Kraft treten dürften.

Bis dahin bleiben Fahrschüler mit hohen Kosten und strengen Vorgaben konfrontiert – und illegales Üben bleibt ein teures Risiko. Falls Schnieders Reformen verabschiedet werden, könnte das System ab 2027 zwar zugänglicher werden. Bis dahin heißt es für alle, die legal hinters Steuer wollen: genau kalkulieren und die aktuellen Regeln strikt einhalten.

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