FDP-Chef Dürr will flächendeckende Deutschtests für alle Vierjährigen einführen
Jonas MayerFDP-Chef Dürr will flächendeckende Deutschtests für alle Vierjährigen einführen
FDP-Chef Christian Dürr fordert bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen. Mit dem Vorschlag soll sichergestellt werden, dass Kinder über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen, bevor sie die Schule beginnen. Wer durchfällt, soll zwei Jahre vor Schulantritt verpflichtende Förderung und eine erneute Überprüfung erhalten.
Dürr argumentiert, die meisten Vierjährigen könnten bereits so gut Deutsch, dass sie einen solchen Test bestehen würden. Er besteht darauf, dass nur Kinder mit ausreichenden Sprachkenntnissen eingeschult werden sollten. Andernfalls, warnt er, würden mangelnde Deutschkenntnisse ihre gesamte schulische Laufbahn beeinträchtigen.
Der Politiker kritisierte die aktuelle Bildungspolitik scharf: Sprachdefizite zwängen die Bundesländer dazu, Lehrpläne zu entschlacken. Als Beispiel nannte er Niedersachsen, wo das schriftliche Dividieren wegen der Sprachprobleme der Schüler aus dem Lehrplan gestrichen wurde. Auch die Pläne Nordrhein-Westfalens, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Kinder zuzulassen, bezeichnete Dürr als "falschen Weg".
Trotz seiner Initiative kommt der Prozess nur langsam voran. Stand Februar 2026 haben elf der 16 Bundesländer noch immer keine konkreten Pläne oder Gesetze für verpflichtende Sprachstandstests vor der Einschulung vorgelegt.
Laut Dürrs Konzept sollten Kinder, die den Test nicht bestehen, vor der erneuten Prüfung gezielte Sprachförderung erhalten. Er betont, dass frühe Interventionen entscheidend seien, um langfristige Nachteile zu vermeiden. Die Debatte dauert an, da die meisten Länder solche Maßnahmen noch nicht eingeführt haben.






