Ex-FDP-Mitglied attackiert Solinger SPD vor Stichwahl und unterstützt CDU-Kandidaten
Clara MeyerEx-FDP-Mitglied attackiert Solinger SPD vor Stichwahl und unterstützt CDU-Kandidaten
Dario Dzamastagic, ein ausscheidendes FDP-Ratsmitglied in Solingen, hat sich zum politischen Klima der Stadt geäußert. Seine Äußerungen richteten sich gegen die Ausrichtung der SPD, lobten einen CDU-Oberbürgermeisterkandidaten und kritisierten die lokale Führung vor der anstehenden Stichwahl.
Dzamastagic warf der Solinger SPD vor, in zentralen Fragen die Orientierung verloren zu haben. Der Partei fehle es seiner Meinung nach an klaren Konzepten für die Ansiedlung von Unternehmen, den Wohnungsbau und die Innenstadtentwicklung. Die Grünen hätten die SPD in eine "zentralistische, elitäre und letztlich undemokratische" Haltung gedrängt, so Dzamastagic.
Er verwies zudem auf den Zusammenbruch des "Kurzbach-Neumann-Preuß-Buchholz"-Netzwerks innerhalb der SPD. Dennoch würdigte er den SPD-Ratsherrn Markus Preuß für dessen Engagement und Mut. Dzamastagic äußerte die Hoffnung, die Sozialdemokraten würden zu den Prinzipien der früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt und Willy Brandt zurückfinden.
Im Rennen um das Bürgermeisteramt sprach sich Dzamastagic für den CDU-Kandidaten Daniel Flemm aus. Er bezeichnete Flemm als die einzige glaubwürdige Option in der bevorstehenden Stichwahl. Dzamastagic hob Flemms Rolle bei der Aufdeckung von Missständen in Solingen hervor, darunter die kürzlich aufgedeckte Affäre um Menschenhandel.
Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der sich die Stadt auf eine richtungsweisende Abstimmung vorbereitet, bei der Flemm gegen andere Bewerber um das Bürgermeisteramt antritt. Dzamastagics Kritik unterstreicht die tiefen Gräben in Solingens Politiklandschaft. Seine Unterstützung für Flemm und seine scharfen Worte gegen die SPD deuten auf einen umstrittenen Wahlkampf hin. Das Wahlergebnis wird zeigen, ob Flemms investigative Arbeit und Dzamastagics Bedenken die künftige Ausrichtung der Stadt prägen werden.






