Essen stärkt Ehrenamt mit neuen Förderregeln und Mikroprojekten ab 2026
Clara MeyerEssen stärkt Ehrenamt mit neuen Förderregeln und Mikroprojekten ab 2026
Essen reformiert seine Förderung für lokales Ehrenamt: Mit neuen Finanzierungsregeln und einem Mikroförderprogramm soll das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt gestärkt werden. Ab 2026 passt sich der bestehende Förderfonds Bürgerliches Engagement an veränderte Strukturen im Ehrenamt an, während das neue Programm Mission Ehrenamt mit kleineren Zuschüssen innovative Projekte unterstützt. Die Änderungen folgen einem Beschluss des Stadtrats, der das freiwillige Engagement in Essen nachhaltig fördern will.
Der Förderfonds Bürgerliches Engagement unterstützt seit 2013 gemeinnützige Initiativen in Essen mit jährlich 80.000 Euro. Organisationen können sich einmal im Jahr bewerben – mit zwei Einreichungsfristen – und erhalten gegebenenfalls für bis zu drei aufeinanderfolgende Jahre eine Förderung. Künftig regelt eine verbindliche Richtlinie die Vergabekriterien, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.
Ab 2026 wird der Fonds flexibler gestaltet, um besser auf kurzfristige oder projektbezogene Ehrenamtsarbeit einzugehen. Die Stabsstelle Bürgerbeteiligung und Ehrenamt der Stadt übernimmt dann die Prüfung und Bewilligung der Anträge.
Parallel dazu startet das neue Programm Mission Ehrenamt – Gestalte Zukunft, Nutze Chancen! mit einem jährlichen Budget von 20.000 Euro. Es fördert bis zu sechs Projekte pro Jahr: zwei mit je 5.000 Euro und vier mit je 2.500 Euro. Im Fokus stehen kreative, gemeinwohlorientierte Ideen, die einen finanziellen Anstoß benötigen, um realisiert zu werden.
Die überarbeiteten Richtlinien des Förderfonds und das Mission Ehrenamt-Programm treten am 1. Januar 2026 in Kraft. Gemeinnützige Vereine erhalten damit passgenauere Fördermöglichkeiten, während kleinere Initiativen schneller Unterstützung finden. Die Anpassungen sollen die sich wandelnde Ehrenamtslandschaft in Essen abbilden und eine breitere Beteiligung anregen.






