Dortmunds "Geierabend" meldet Insolvenz nach 33 Jahren Satire-Kultstatus
Henry KochDortmunder Alternativkarneval 'Geierabend' ist insolvent - Dortmunds "Geierabend" meldet Insolvenz nach 33 Jahren Satire-Kultstatus
Dortmunds "Geierabend" – Insolvenzantrag nach jahrzehntelanger Satire-Tradition
Der "Geierabend", Dortmunds langjährige satirische Karnevalsveranstaltung, hat nach Jahren finanzieller Belastungen Insolvenz angemeldet. Die seit 1992 fester Bestandteil der Ruhrgebiets-Kultur gewesene Show steht nun wegen wachsender Schulden vor einer ungewissen Zukunft. Die Veranstalter machen unbeglichene Rechnungen und hohe Nachforderungen der GEMA für den Zusammenbruch verantwortlich.
Den Insolvenzantrag stellte die "Geierabend Flattermann-Factory gUG", die hinter dem Event stehende Gesellschaft, beim zuständigen Amtsgericht. Der Schritt folgte auf anhaltende Kämpfe mit Altlasten und finanziellen Risiken aus der Vergangenheit. Allein die rückwirkenden Forderungen der GEMA belaufen sich auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag und haben die Organisation weiter in die Schuldenfalle getrieben.
Trotz der Krise hoffen die Verantwortlichen noch, in diesem Sommer eine letzte Vorstellung auf die Bühne zu bringen. Die Finanzierung bleibt jedoch eine große Hürde. Der langjährige Moderator und ehemalige Mitgeschäftsführer Martin Kaysh betont die kulturelle Bedeutung des "Geierabends" und bezeichnet ihn als unverzichtbaren Teil Dortmunds und des gesamten Ruhrgebiets.
Seit über drei Jahrzehnten prägt der "Geierabend" die deutsche Satire-Karnevalsszene. Während vergleichbare Formate wie die Kölner Stunksitzung oder die Rosenmontagszüge weiterhin florieren, steht die Zukunft dieser Dortmunder Tradition nun auf dem Spiel.
Der Insolvenzantrag markiert einen Wendepunkt für den einst beliebten "Geierabend", der jahrzehntelang fester Bestandteil des Karnevalskalenders im Ruhrgebiet war. Sollte die geplante Sommershow stattfinden, könnte es die letzte für eine Veranstaltung sein, die seit 1992 die lokale Satire geprägt hat. Ob es dazu kommt, hängt davon ab, ob es den Veranstaltern in den kommenden Monaten gelingt, die finanziellen Hindernisse zu überwinden.






