Dorp-Kirche wird neuer Mittelpunkt – Abschied vom Gemeinschaftszentrum Arche
Clara MeyerDorp-Kirche wird neuer Mittelpunkt – Abschied vom Gemeinschaftszentrum Arche
Die evangelische Kirchengemeinde Dorp wird ihre Aktivitäten künftig an der Dorp-Kirche zentralisieren und beendet damit eine Ära für das Gemeinschaftszentrum Arche. Nach mehr als 40 Jahren, in denen dort Gottesdienste und Veranstaltungen stattfanden, wird das Zentrum Anfang 2027 seine Türen schließen – als Teil eines umfassenden Umstrukturierungsplans der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR).
Das Arche-Gemeinschaftszentrum in der Eichenstraße diente seit 1983 als wichtiger Begegnungsort mit wöchentlichen Sonntagsgottesdiensten und vielfältigen Gemeindeveranstaltungen. Doch der Kirchenvorstand hat nun die Entwidmung des Gebäudes beantragt, die zum 1. Februar 2027 in Kraft treten soll. Diese Entscheidung ist das Ergebnis eines langfristigen Planungsprozesses, der bereits 2011 begann und einen schrittweisen Rückzug aus dem Zentrum zwischen 2020 und 2030 vorsieht.
Während der Großteil der Aktivitäten künftig in der Dorp-Kirche stattfinden wird, bleiben einige Angebote für Menschen mit eingeschränkter Mobilität im nahegelegenen Goudahof erhalten. Pfarrer Joachim Römelt bezeichnete den Schritt als schwierig, aber notwendig, und betonte das Vertrauen in die Konzentration auf den Standort Dorp-Kirche. Pfarrerin Raphaela Demski-Galla räumte ein, dass der Abschied für die Gemeinde emotional herausfordernd sei, versicherte jedoch, man sei auf den Wandel vorbereitet.
Die Schließung steht im Einklang mit der übergeordneten Strategie der EKiR, ihre Kirchengebäude bis Mitte der 2030er-Jahre um etwa 200 zu reduzieren. Im Rahmen des 2022 gestarteten Programms Zukunft.Rheinland plant die Kirche, Gemeinden zusammenzulegen, wenig genutzte Gebäude umzuwidmen oder zu verkaufen und 100 Millionen Euro in Sanierungen sowie neue Gemeinschaftszentren zu investieren. Unberührt von den Veränderungen bleibt die benachbarte, zweigruppige Arche-Kita.
Der Umzug in die Dorp-Kirche vereint künftig alle Hauptaktivitäten der Gemeinde unter einem Dach und bietet moderne Räumlichkeiten für Gottesdienste und Veranstaltungen. Die Veränderung spiegelt sowohl lokale Anpassungen als auch die langfristigen Bemühungen der EKiR wider, auf sinkende Mitgliederzahlen zu reagieren – ohne dabei die Gemeinschaftsarbeit aus den Augen zu verlieren.






