Chaos beim BVB-Spiel: Krawalle, Pyro und 150 Stadionverbote nach HSV-Duell
Clara MeyerChaos beim BVB-Spiel: Krawalle, Pyro und 150 Stadionverbote nach HSV-Duell
Ausschreitungen und Krawalle überschatten Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV
Am 21. März 2026 wurde das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV von Gewalt und Chaos überschattet. Die Polizei meldete zahlreiche Straftaten, darunter Körperverletzungen, Raubüberfälle sowie den Einsatz von Pyrotechnik sowohl innerhalb als auch außerhalb des Signal Iduna Parks. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet und gegen über 150 Personen Stadionverbote verhängt.
Die Probleme begannen bereits vor dem Spiel, als es im Dortmunder Stadtzentrum zu zwei Raubüberfällen kam. Dabei bedrohten etwa zehn vermummte Borussia-Dortmund-Fans ihre Opfer mit Gewalt. Bereits im Januar dieses Jahres hatte sich vor dem Champions-League-Spiel zwischen Dortmund und Inter Mailand am 28. Januar 2026 ein bewaffneter Raubüberfall ereignet.
Im Stadion selbst zündeten mehrere unbekannte Täter zu Spielbeginn und während der Partie Pyrotechnik. Unabhängig davon hatten am 28. Februar 2026 Auswärtsfans des FC Bayern München versucht, sich gewaltsam an Sicherheitskräften vorbeizudrängen – ein Vorfall, der nicht mit dem Dortmunder Spiel in Verbindung stand.
Nach dem Abpfiff blockierte eine Gruppe von etwa 300 überwiegend vermummten Dortmund-Anhängern die Mannschaftsbusse des Hamburger SV. Sie warfen Warnleuchtkugeln und Glasflaschen, was die Lage weiter eskalieren ließ. Die Polizei nahm vorläufig 16 Verdächtige fest und verhängte gegen 152 Personen Stadionverbote.
Die Behörden haben mittlerweile 34 strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Vorwürfe reichen von Diebstahl und Raub über Körperverletzung und Sachbeschädigung bis hin zu Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Die Dortmunder Polizei kündigte an, weiterhin konsequent gegen jene vorzugehen, die Fußballveranstaltungen in rechtsfreie Räume verwandeln.
Die Partie im Signal Iduna Park verfolgten 81.365 Zuschauer, darunter 7.770 Gäste-Anhänger. Während die Ermittlungen noch laufen, ist bisher unklar, wie viele der vorläufig Festgenommenen wegen der gewaltsamen Blockaden und Angriffe auf HSV-Fans angeklagt werden. Die Vorfälle haben zu verschärften Sicherheitsvorkehrungen für künftige Spiele geführt.






