Breiter Protest gegen AfD-Veranstaltung in Overath – Bürger fordern Parteiverbot
Clara MeyerBreiter Protest gegen AfD-Veranstaltung in Overath – Bürger fordern Parteiverbot
Rechtsextreme AfD-Veranstaltung in Overath stößt auf breiten Widerstand
Am 20. Februar findet in Overath eine rechtspopulistische Veranstaltung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Die unter dem Titel "Populistischer Aschermittwoch" angekündigte Zusammenkunft hat in der Region massive Gegenwehr ausgelöst. Lokale Gruppen mobilisieren nun zu einer Gegenkundgebung und einer Unterschriftenkampagne, die ein Verbot der Partei fordert.
Die AfD-Veranstaltung im Kulturbahnhof Overath wird von zahlreichen Organisationen scharf kritisiert. Der Aktionskreis für Demokratie und gegen Rechtsextremismus Rhein-Berg organisiert am selben Tag ab 17 Uhr auf dem Bahnhofsplatz eine Protestkundgebung. Die Kreisspitze der Linken ruft alle demokratischen Kräfte zur Teilnahme auf und betont: "Keinen Zentimeter den Faschisten." Unterstützung kommt auch von Bergisch Gladbach für Demokratie und Vielfalt (DeVi) sowie dem örtlichen Ableger der "Omas gegen Rechts".
Parallel läuft die Unterschriftenaktion "Menschenwürde verteidigen. AfD – Verbot jetzt!" auf Hochtouren. Allein in Bergisch Gladbach wurden in nur zwei Wochen fast 600 Unterschriften gesammelt – davon über 330 am ersten Tag. Die Initiative ist Teil eines landesweiten Bündnisses in Nordrhein-Westfalen mit rund 90 Gruppen, das bis Juni 100.000 Unterschriften erreichen will. Roland Vossebrecker, Vorsitzender von DeVi, unterstreicht die Notwendigkeit sichtbaren Widerstands gegen rechtsextreme Ideologien.
Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann samstags zwischen 10 und 13 Uhr am Infostand von DeVi in der Fußgängerzone von Bergisch Gladbach vorbeikommen. Weitere Informationen gibt es auf der Website und den Social-Media-Kanälen der Initiative sowie unter nrw-appell-afd-verbot.de.
Overath steht mit seinem Protest nicht allein da. Auch in Weilheim formierte sich Widerstand, nachdem die AfD ein Kino für eine Veranstaltung angemietet hatte. Ähnliche Bewegungen entstehen in der gesamten Region. Die Ablehnung spiegelt die wachsende Sorge über den Einfluss der Partei und die wahrgenommene Gefahr für demokratische Werte wider.
Die Gegenkundgebung am 20. Februar wird lokale Gruppen, Aktivist:innen und Bürger:innen zusammenbringen. Die Organisator:innen hoffen auf eine starke Beteiligung, um der AfD-Veranstaltung etwas entgegenzusetzen und die Ablehnung ihrer Politik zu unterstreichen. Gleichzeitig läuft die Unterschriftenaktion weiter – wöchentlich gibt es Gelegenheiten, sich in die Forderung nach einem Parteiverbot einzutragen.






