21 February 2026, 15:11

Bottrop protestiert zum elften Mal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einer "Solidarität und Feminismus"-Fahne die Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bottrop protestiert zum elften Mal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die Kundgebung markierte das elfte Jahr, in dem die Stadt an der weltweiten One Billion Rising-Kampagne teilnimmt. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall standen die Teilnehmenden zusammen, um besseren Schutz für Opfer männlicher Gewalt zu fordern.

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Veranstaltet wurde die Aktion von Courage, dem örtlichen Frauenzentrum, unter dem diesjährigen Motto: Ni una menos – Frauen in Flammen. Im Mittelpunkt stand Femizid, insbesondere Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Live-Musik der Band A Mournful Experience und Tanzperformances unter der Leitung der Peter-Frank-Tanzschule begleiteten den Protest.

Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld nahm teil, ebenso wie die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert und die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu früheren Bottroper Veranstaltungen vor, doch ähnliche Aktionen in kleineren deutschen Städten ziehen in der Regel zwischen 100 und 500 Menschen an. In Großstädten wie Berlin oder Hamburg versammelten sich in den vergangenen Jahren meist 1.000 bis 10.000 Teilnehmende – während der Pandemie waren die Zahlen jedoch leicht rückläufig.

Die Kampagne läuft seit 2013 weltweit, Bottrop beteiligt sich seit 2016. Die diesjährige Beteiligung spiegelte die anhaltende Besorgnis über mangelnde Maßnahmen zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen wider.

Der Protest in Bottrop reiht sich in ein Jahrzehnt lokalen Engagements im Rahmen von One Billion Rising ein. Veranstalterinnen und Teilnehmende forderten nachdrücklich wirksamere Schutzmaßnahmen für Frauen vor Gewalt. Die Kundgebung endete mit dem erneuten Appell an strukturelle Veränderungen und ein größeres öffentliches Bewusstsein für das Thema.