Blizzard streicht umstrittenen "World First"-Sieg einer WoW-Gilde nach Exploit-Vorwurf
Henry KochBlizzard streicht umstrittenen "World First"-Sieg einer WoW-Gilde nach Exploit-Vorwurf
Eine europäische Gilde in World of Warcraft hat erneut für Aufsehen gesorgt, nachdem sie unter fragwürdigen Umständen einen "World First"-Sieg errungen hatte. Die Gilde RAoV QA Strikes Back besiegte die mythische Version von Aberrus, der Schattengießerei – doch ihre Charaktere trugen lediglich grüne und blaue Ausrüstung, die für eine solche Herausforderung bei Weitem zu schwach war. Blizzard reagierte umgehend, strich den Erfolg und sperrte die beteiligten Accounts.
Der Sieg über den Boss Chimaerus weckte sofort Zweifel. Die ungewöhnlich schnelle Niederlage des Gegners deutete auf einen Exploit oder Datenmanipulation hin. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art: Unter ähnlichen Namen hatte dieselbe Gruppe bereits früher einen "World First" durch den Missbrauch von Makro-Befehlen beansprucht, um ungewollte Fähigkeiten zu erlangen.
Blizzard handelte schnell. Innerhalb weniger Stunden wurde der Gildenerfolg aberkannt und ihr Name aus der Hall of Fame gelöscht. Die an den Manipulationen beteiligten Accounts erhielten mehrmonatige Sperren. Um weiteren Missbrauch zu verhindern, erhöhte der Entwickler zudem die Fähigkeiten einiger Bosse um bis zu 260 %, was künftige Ausnutzungen erschweren soll.
Das Vorgehen folgt einem Muster: Die Gilde hat eine Vorgeschichte darin, Regeln zu umgehen, um Spitzenplatzierungen zu erreichen. Ihr jüngster Coup zwang Blizzard erneut einzugreifen – mit Strafen und Spielanpassungen.
Die Gilde muss nun mit Account-Sperren, aberkannten Erfolgen und schwierigeren Boss-Mechaniken rechnen. Blizzards Änderungen zielen darauf ab, Schlupflöcher zu schließen und faire Wettbewerbsbedingungen wiederherzustellen. Der jüngste "World First" von RAoV QA Strikes Back bleibt vorerst offiziell unerkannt.






