21 February 2026, 13:17

Betrügerische Anrufe als falsche Polizisten: 26-Jähriger vor Gericht

Eine alte Visitenkarte mit einem Bild eines Schmuckherstellers und Text, der seine Dienstleistungen beschreibt.

Betrügerische Anrufe als falsche Polizisten: 26-Jähriger vor Gericht

Ein 26-jähriger Mann muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Münster wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring verantworten. Die Tätergruppe hatte es gezielt auf ältere Menschen abgesehen und sie dazu gebracht, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Sechs Fälle mit einem Gesamtschaden von 162.000 Euro werden dem Angeklagten zur Last gelegt.

Die Betrüger gaben sich als Polizisten aus und warnten ihre Opfer vor angeblichen Einbruchsgefahren in ihren Wohnungen. Zwei Senioren aus der Region Münster – eine Frau aus Beckum und ein Mann aus Sendenhorst – fielen auf die Masche herein. Im Laufe der Ermittlungen deckten die Behörden weitere Fälle in Ostwestfalen auf.

Laut Ermittlern mietete der Beschuldigte in der Türkei Wohnungen an, von denen aus er betrügerische Anrufe tätigte und die Beute lagerte. Der Prozess umfasst vier Verhandlungstage im März; danach wird mit einem Urteil gerechnet. Bei einer Verurteilung drohen ihm mehrere Jahre Haft.

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Der Angeklagte hat angekündigt, sich im Verlauf des Verfahrens vor Gericht zu äußern. Wie viele weitere Opfer es in Nordrhein-Westfalen gibt und welche Regionen besonders betroffen sind, ist bisher nicht bekannt.

Im Mittelpunkt des Prozesses stehen sechs nachgewiesene Betrugsfälle mit einem Schaden von insgesamt 162.000 Euro. Das Gericht muss klären, ob der Angeklagte eine zentrale Rolle in der kriminellen Vereinigung spielte. Eine Entscheidung wird voraussichtlich nach den März-Terminen fallen.