10.000 Euro Spende rettet SkF-Betreuungsdienst in Langenfeld vor finanzieller Not
Henry Koch10.000 Euro Spende rettet SkF-Betreuungsdienst in Langenfeld vor finanzieller Not
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Langenfeld hat eine Spende in Höhe von 10.000 Euro von der Kritz-Stiftung erhalten. Die Übergabe erfolgte im Rahmen einer Feier, an der Christian Benzrath, Erster Bürgermeister der Stadt, teilnahm. Er würdigte die kontinuierliche Arbeit des SkF im Bereich der Betreuungsdienste.
Die Spende kommt dem Betreuungsverein des SkF zugute, der derzeit rund 200 rechtliche Betreuungen begleitet. Die Organisation steht seit Jahren unter wachsendem finanziellen Druck, da die Pauschalvergütungen seit 2019 trotz steigender Kosten nicht angehoben wurden.
Die Übertragung der Spende erfolgte durch die katholische Pfarrgemeinde St. Josef und Martin. Maria Kritz unterstützt den SkF bereits seit über 30 Jahren durch ihr Vermächtnis. Mit ihrer jüngsten Zuwendung soll die finanzielle Belastung der Einrichtung gelindert werden.
Der SkF erhält monatliche Pauschalbeträge für jede Betreuung, die sich nach Dauer, Wohnverhältnissen und der finanziellen Situation der betreuten Person richten. Doch seit 2019 gab es keine Erhöhung – obwohl Personalkosten und Sachausgaben weiter steigen. Die Folge: Die Mitarbeiter:innen müssen mehr Fälle betreuen und haben weniger Zeit für die Einzelnen.
Stephanie Krone, Leiterin des SkF, betont, dass der Dienst mehr bieten will als reine Verwaltungsarbeit. Ziel sei es, den Hilfebedürftigen echte Unterstützung zukommen zu lassen. Eine Reform des Pauschalsystems ist für 2026 geplant, doch der SkF erwartet keine spürbare Entlastung, da die steigenden Kosten voraussichtlich jede Anpassung auffressen werden.
Die 10.000-Euro-Spende hilft dem SkF, seine Leistungen trotz der finanziellen Engpässe aufrechtzuerhalten. Ohne höhere Zuschüsse wird die Organisation jedoch weiterhin Schwierigkeiten haben, Arbeitsbelastung und Betreuungsqualität in Einklang zu bringen. Die Unterstützung der Kritz-Stiftung bietet vorerst eine Atempause – langfristige Lösungen bleiben aber ungewiss.






