Britischer Challenger-3-Panzer besteht erste Schießtests in Norddeutschland
Clara MeyerBritischer Challenger-3-Panzer besteht erste Schießtests in Norddeutschland
Großbritannien hat erfolgreiche Schießtests mit seinem neuen Challenger-3-Kampfpanzer abgeschlossen. Die Erprobungen fanden in Norddeutschland statt, kurz nach dem Besuch von Premierminister Rishi Sunak in Berlin. Damit ist ein entscheidender Schritt in der Entwicklung des nächsten Hauptkampfpanzers der britischen Armee erreicht.
Das Challenger-3-Programm wird von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) im Rahmen eines Vertrags über 800 Millionen Pfund geleitet. Der Panzer verfügt über einen modernen Turm mit einer leistungsstärkeren Glattrohrkanone, verbesserten Sensoren, stärkerer Panzerung und einem aktiven Schutzsystem.
Bei den Qualifikationsschießen unter Realbedingungen feuerte der erste Challenger-3-Prototyp auf Ziele in verschiedenen Entfernungen, um seine Treffgenauigkeit zu testen. Dieser Meilenstein folgte auf einen Besuch von Verteidigungsminister Grant Shapps, der im RBSL-Werk in Telford den neuesten von acht Prototypen begutachtet hatte.
Das Projekt hat bereits fast 300 Arbeitsplätze bei RBSL geschaffen, darunter 130 Ingenieure und 70 Techniker. Weitere 450 Stellen wurden in der britischen Zuliefererkette gesichert. Der Challenger 3 ist nun der tödlichste und überlebensfähigste Panzer der britischen Streitkräfte und soll mindestens bis 2040 im Dienst bleiben. Das Programm festigt die Verteidigungszusammenarbeit zwischen Großbritannien und Deutschland – den beiden größten Volkswirtschaften Europas, deren bilateraler Handel im vergangenen Jahr ein Volumen von 147,7 Milliarden Pfund erreichte.






