24 December 2025, 07:18

X-mal Germany

Ein Mann steht in der Mitte und spricht zu einer Gruppe von Menschen vor ihm, während zwei Personen im Hintergrund die Szene mit Kameras aufnehmen.

X-mal Germany

Der amerikanische YouTuber James Bray verbringt seit sechs Jahren seine Zeit damit, Videos über Deutschland, seine Kultur und seine Menschen zu drehen. Sein Kanal, der mittlerweile über eine halbe Million Abonnenten zählt, entstand, als er eine Flut deutscher Kommentare unter seinen Musik-Reaktionsvideos bemerkte. Seitdem hat er das Land bereist, Städte wie Köln, Aachen, Trier und Hamburg besucht und seine Beobachtungen mit einem weltweiten Publikum geteilt.

Brays Einstieg in die deutsche Kultur begann eher zufällig. Während er auf YouTube Reaktionen auf Musikvideos veröffentlichte, fiel ihm auf, dass viele seiner Zuschauer aus Deutschland kamen. Diese Neugier trieb ihn an, das Land selbst zu erkunden – und seine Erlebnisse in Videos festzuhalten, die Humor mit kulturellen Einblicken verbinden.

Seine Inhalte drehen sich nicht um tiefgründige politische Debatten. Stattdessen hebt er alltagsnahe Eigenheiten hervor, wie den berüchtigten „deutschen Blick“, und nimmt selbst die Macken des Landes auf die Schippe – etwa den Ruf der Deutschen Bahn, ständig Verspätung zu haben. Eines seiner meistgesehenen Videos mit über zwei Millionen Aufrufen zeigt sein Gespür dafür, kulturelle Unterschiede unterhaltsam und nachvollziehbar zu vermitteln. Doch hinter dem Humor steckt für Bray mehr: Er sieht seine Arbeit als Brücke zwischen Kulturen. In Deutschland hat er Freundschaften geschlossen und glaubt, dass seine Videos Menschen helfen, einander besser zu verstehen. Scherzhaft meint er, der Weltfrieden könnte damit beginnen, dass jeder mindestens einmal deutsche Züge erlebt.

Ein weiterer Creator, Julien Bam, nähert sich der deutschen Identität aus einer anderen Perspektive. Als Julien Zheng Zheng Bam in Aachen geboren – mit einer deutschen Mutter und einem indonesisch-chinesischen Vater – wählte er seinen Künstlernamen, indem er den Familiennamen mit dem energiegeladenen Ausruf „Julien“ verband. Seine eigene multikulturelle Prägung spiegelt sich in den Themen wider, die sowohl er als auch Bray in ihren Inhalten aufgreifen.

Brays Videos ziehen weiterhin ein wachsendes Publikum an und bieten einen lockeren, aber reflektierten Blick auf das Leben in Deutschland. Sein Fokus auf kulturellen Austausch statt auf Politik kommt bei den Zuschauern gut an und ermutigt sie, das Unbekannte offen anzunehmen. Mit über einer halben Million Abonnenten und Millionen von Aufrufen zeigt sein Ansatz, wie Neugier und Humor Menschen zusammenbringen können.