15 November 2025, 02:02

Willich gedenkt der Novemberpogrome mit klarem Bekenntnis zu Demokratie und Toleranz

Gedenksteine mit Blumenstr├Ąu├če davor.

Willich gedenkt der Novemberpogrome mit klarem Bekenntnis zu Demokratie und Toleranz

Am 9. November führte Willichs Erster Bürgermeister Guido Görtz eine Gedenkveranstaltung gegen Antisemitismus und Hass, anlässlich des 84. Jahrestags der Novemberpogrome 1938. Die von Oberbürgermeister Felix Heinrichs organisierte Veranstaltung brachte Anwohner, Schülerinnen und Schüler sowie Vertreter der Stadt zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und ihr Bekenntnis zu Demokratie zu erneuern.

Die Gedenkfeier begann mit einer Kranzniederlegung am Mahnmal, wo die Teilnehmenden der Opfer des Ersten Weltkriegs gedachten. Schüler der Willicher Robert-Schuman-Europaschule verlasen die Namen derer, die ihr Leben verloren, und bewahrten so ihr Andenken vor dem Vergessen.

Musikalische Darbietungen begleiteten die Veranstaltung und verleihen ihr eine berührende, nachdenkliche Atmosphäre. Reden hielten Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid, die jeweils aus ihrer Perspektive die Bedeutung des Erinnerns und die Gefahren von Hass betonten.

Erster Bürgermeister Guido Görtz dankte allen, die zum Gelingen der Gedenkveranstaltung beigetragen hatten. Er unterstrich, wie wichtig es sei, die Erinnerung wachzuhalten, und betonte, dass es die gemeinsame Verantwortung aller sei, solche Gräueltaten niemals wieder zuzulassen.

Die Veranstaltung in Willich sendete ein klares Signal für Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie. Indem die Teilnehmenden der Opfer gedachten und sich mit den Aufgaben der Gegenwart auseinandersetzten, zeigten sie ihr Engagement, aus der Geschichte zu lernen und eine bessere Zukunft zu gestalten.